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Konzert

26.04.2019

Diese Blasmusik-Oldies können sogar altmodisch

Immer wenn das BOBO-Blasorchester und das Orchester 50+ im Kursaal aufspielen, sind freie Plätze Mangelware. Dafür gibt es gute Laune und feinste Blasmusik bis zum Abwinken
Bild: Maria Schmid

Das BOBO-Blasorchester sorgt mal wieder für einen proppenvollen Kursaal mit begeistertem Publikum

Sie sind sehr erfahrene Blasmusiker und sorgen nunmehr gemeinsam seit sechs Jahren für eines der bestbesuchten Konzerte im Kursaal von Bad Wörishofen: Das BOBO (BezirksOldieBlasOrchester) und das Orchester 50+. Sie gehören zum Allgäu Schwäbischen Musikbund zu den Bezirken 10 Mindelheim und 5 Kaufbeuren.

Das BOBO wird von Dirigent Martin Jall geleitet und das Orchester 50+ von Dirigent Ludwig Merk. Das Ziel dieser Benefizkonzerte ist es zu helfen und Spenden für verschiedene Institutionen zu sammeln. In diesem Jahr, so berichtete der Bezirksvorsitzende Herbert Hofer vom Orchester 50+, dass sie die Kaufbeurer Tafel unterstützen möchten. Und für die schöne Musik der vielen „alten Hasen“ legten die Gäste nach dem Genuss alter Blasmusikliteratur gerne etwas in die dafür bereitgestellten Körbchen.

Herbert Hofer betonte in seiner Begrüßung, dass diese gemeinsamen Konzerte nicht nur große Freude bereiten, sondern dass sie dadurch auch Freundschaft und Kameradschaft pflegen könnten. Das alles werde ehrenamtlich geleistet.

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Dass der Spaß dabei auf keinen Fall zu kurz kam, das bewies das Publikum durch begeistertes Mitmachen und dem gespendeten großen Beifall. Schon der „Einzug der Gladiatoren“, dem Triumphmarsch von Julius Fucík, auch als „Zirkusmarsch“ bekannt, zeigte das Können der Musiker, die im BOBO mindestens 40 Jahre zuvor in einem der vielen Musikvereine aktiv musiziert haben müssen.

Die „Evergreen-Sterne“ ließen aufhorchen und luden zum Mitsingen ein: „Wenn abends die Heide träumt“, das Schwalbenlied, „Bella Maria“ oder „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ - da schwelgten die Besucher gewiss in geliebten Erinnerungen. Kein Wunder, dass es für alle bedeutete: „Schön ist die Welt“. Das Gesangsduo Josef Mooser und Franz Drexel schwärmten im Walzertakt. Fazit: „Lachend geh ich heute in den Tag.“ Moderator Gerd Haldenmayr meinte launig: „Wir können auch altmodisch!“

Und schon erklangen Schlager der 50er Jahre wie der „Kriminaltango“, „Maria aus Bahia“ und „Ich weiß was, ich weiß was, ich weiß was dir fehlt“ - nun die Gäste verstanden den Wink und machten fleißig mit. Das Orchester 50+ aus Kaufbeuren sagte es mit Werken von Franz Lehar, dem König der Operette. „Jetzt geht’s los!“. Dieser flotte Militärmarsch fegte die letzten Bedenken hinweg, Blasmusik könne langweilig sein.

Moderator und Sänger Wolfgang Klemm ist Frontmann von „Mauke - Die Band“. Sie hat sich der Gablonzer Kultur- und Lebensart, insbesondere der paurischen Mundart verpflichtet. Er sagte nicht nur den „Strohwitwer“ von Ernst Mosch an, er sang auch Lieder aus der unvergessenen Operette „Im weißen Rößl am Wolfgangsee“ von Ralph Benatzky, bei dem das Publikum bei der Wiederholung sehr gerne mit einfiel. So konnte die Zugabe nur lauten „Wahre Freundschaft soll nicht wanken, wenn man gleich entfernet ist, lebet fort noch in Gedanken und der Treue nicht vergisst“, gespielt und gesungen von den Orchestermitgliedern des 50+. Da können sich die Blasmusikfreunde schon auf das nächste Jahr freuen, wenn es wieder heißt: BOBO und Orchester 50+ spielen für einen guten Zweck.

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