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Wahlkampf

05.09.2013

Erfolg über Parteigrenzen hinweg

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2 Bilder
Die Kandidaten der Freien Wähler von links: Hans-Joachim Weirather (Bezirkstag), Bernhard Pohl (Landtag), Agnes Schragl (Bezirkstag), Richard Drexl (Bundes- und Landtag), Johann Wengenmeir (Landtag); nicht im Bild: Hermann Zelt (Bundestag).
Bild: igna

Freie Wähler wollen Alternative zur Politik der Regierungsparteien bieten

Mindelheim Die Mindelheimer Bezirksrätin Agnes Schragl hatte bewusst eine Band ausgesucht, um die Wahlkampfveranstaltung ihrer Freien Wähler zu untermalen. Die beschwingten Dixie- und Jazz-Klänge von „Joe’s Barber Cream Shaker Band“ sollten sich auch auf den Wahlkampf der Kandidaten übertragen, die sich im Hotel Alte Post in Mindelheim den rund 30 Zuschauern vorstellten.

Neben Schragl, die sich um eine weitere Amtszeit als Bezirksrätin bewirbt, waren auch ihr Kollege und Landrat Hans-Joachim Weirather, die Landtagskandidaten Bernhard Pohl und Johann Wengenmeir sowie die beiden regionalen Bundestagskandidaten Hermann Zelt und Richard Drexl gekommen.

Jeder der Kandidaten nutzte die Gelegenheit, um sein jeweiliges Gremium und seine persönlichen Schwerpunkte darzustellen. Der Unterallgäuer Landrat Weirather stellte die Kommunen in den Mittelpunkt und betonte, die „kommunale Familie“ müsse aufeinander achtgeben. Er forderte, die Städte und Gemeinden durch ein Bundesleistungsgesetz finanziell zu entlasten.

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Schragl sprach sich dafür aus, die Belange von Menschen mit Behinderung auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu stärken. „Was nützt das klügste Papier, wenn es an der Basis nicht umgesetzt wird?“, fragte sie mit Hinblick auf die UN-Behindertenkonvention.

Bernhard Pohl, der die Freien Wähler seit fünf Jahren im Landtag vertritt, bilanzierte für seine bisherige Amtszeit, die FW hätten „Barrierefreiheit gelebt“, da sie politisch wertvolle Vorschläge parteiunabhängig unterstützten. Auf diese Weise sei es den Vertretern der Freien Wähler in den vergangenen Jahren gelungen, zentrale Themen wie die Stärkung des Ehrenamts oder die Angleichung der Lebensumstände in Bayern auf die politische Agenda zu setzen. „Die Freien Wähler haken nach“, betonte Pohl.

Das Ziel, gemeinsam Dinge zu erreichen, hob auch der Memminger Landtagskandidat Johann Wengenmeir hervor. Das sei wie im Fußball, so der langjährige Sportfunktionär. Daneben wolle er sich vor allem um Themen der inneren Sicherheit bemühen und das Ehrenamt wieder attraktiver machen.

Da die Freien Wähler erstmals auch auf Bundesebene als Partei antreten, kamen auch die beiden Bundestagskandidaten zu Wort. Als bodenständiger Handwerker sehe er die Gelegenheit, vernünftige Argumente in die Politik einzubringen, begründete der Memminger Orthopädietechnikermeister Hermann Zelt seine Kandidatur.

Richard Drexl aus Kaufbeuren präsentierte sich als Luftwaffenkommandeur als Spezialist in Fragen der Bundeswehr und warnte vor einem zu rigorosen Abbau der Kräfte. Außerdem sprach sich Drexl für eine Stärkung des dualen Bildungssystems und mehr Berufsschulen aus. (igna)

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