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Unterallgäu

28.01.2019

Flugunglück in Italien: Zwei Pfaffenhausener unter den Toten

Bei einem Hubschrauberabsturz in den italienischen Alpen ist ein Ehepaar aus Pfaffenhausen ums Leben gekommen.
Bild: Uncredited/Soccoroso Alpino e Speleeologico/AP/dpa

Plus Ein Kleinflugzeug kollidiert über den Alpen mit einem Hubschrauber. Das Unternehmerpaar Ingrid und Christoph Jakob ist unter den Opfern.

Beim Absturz eines Hubschraubers am Freitag im italienisch-französischen Grenzgebiet ist auch ein Ehepaar aus Pfaffenhausen unter den Opfern. Es handelt sich um die Unternehmer Ingrid und Christoph Jakob von Schuh Weißenhorn. Sieben Menschen fanden bei der Katastrophe den Tod.

Flugunglück im Aostatal: Zwei Unterallgäuer sind unter den Toten

Ein Kleinflugzeug war am Freitagmorgen von französischer Seite in hochalpinem Gelände in den italienischen Luftraum eingeflogen, ohne offenbar die italienische Flugsicherung informiert zu haben. Das berichtete der staatliche italienische Radiosender RAI. Der Lenker des Kleinflugzeugs wurde schwer verletzt. Die Ermittler werfen ihm strafbare Fahrlässigkeit vor.

Dadurch kam es im Aoastatal zur Kollision des Touristen-Kleinflugzeuges mit dem Hubschrauber. Unter den Toten sind vier Deutsche, ein Belgier, ein Franzose und der italienische Pilot des Helikopters. Der Hubschrauber war in Courmayeur gestartet. Die Unglücksstelle ist für die Helfer nur schwer zugänglich.

Flugunglück in Italien: Zwei Pfaffenhausener unter den Toten

Unternehmerpaar aus Pfaffenhausen hatte sich wochenlang auf Ausflug gefreut

Das Ehepaar aus Pfaffenhausen gehörte zu einer kleinen Gruppe von begeisterten Wintersportlern, die an dem Tag zum Heli-Skiing aufgebrochen waren. Ingrid und Christoph Jakob wollten einen wunderschönen Urlaubstag im Gletschergebiet verbringen. Schon seit Wochen haben sich die beiden skibegeisterten Unternehmer auf die Abfahrt in tief verschneiter Natur gefreut. In Pfaffenhausen hat sich die Nachricht von der Tragödie in Windeseile verbreitet. Die Menschen fühlen sehr mit der betroffenen Familie, sagte Bürgermeister Franz Renftle.

Die Familie Jakob ist eine alteingesessene Pfaffenhausener Familie. Das Ehepaar hat in der Marktgemeinde nicht nur das Schuhgeschäft Weißenhorn zu einem Top-Einzelhandelsgeschäft mit überregionalem Einzugsgebiet aufgebaut. Auch ein Modegeschäft und ein Papierwarengeschäft haben die Einzelhändler mit immensem Fleiß betrieben.

So trauert Pfaffenhausen im Unterallgäu um das tote Unternehmerpaar

Skifahren war eine der großen Leidenschaften von Christoph Jakob und seiner Frau Ingrid. Beide gehörten der Skiabteilung des TSV Pfaffenhausen an. Christoph Jakobs zweite Leidenschaft waren alte Autos. Gegenüber unserer Redaktion sagte er einmal, er sei vom Oldtimer-Virus befallen. In der Memminger Straße in Pfaffenhausen hat er die „Ha11e“ eröffnet. In ihr können Besitzer von Oldtimern und Sonderanfertigungen ihre Wagen geschützt und unter besten Bedingungen unterstellen.

Die Einzelhandelsgeschäfte der Familie in Pfaffenhausen waren gestern geschlossen und sind auch heute nicht geöffnet. Ein handgeschriebener Zettel informierte darüber. Vonseiten des Auswärtigen Amtes in Berlin hieß es, das Generalkonsulat in Mailand sei in den Fall eingebunden und stehe in engem Austausch mit den italienischen Behörden.

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