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Gemeinderat

19.01.2017

Fünf Reihenhäuser + Sechsfamilienhaus = zu viel

Bebauung auf ehemaligem Bauernhof muss noch einmal überarbeitet werden

Dreimal stand das Thema schon auf der Tagesordnung des Amberger Gemeinderates – aber das reichte nicht, um den sprichwörtlichen guten Dinge Genüge zu tun. Erneut ging es jetzt um die Frage, nach welchen Kriterien eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche von etwa 3000 Quadratmetern mitsamt des darauf befindlichen aufgelassenen Hofes als Bauland genutzt werden könne.

Aus naheliegenden wirtschaftlichen Gründen ist dem Eigentümer und dem mit ihm in Verhandlung stehenden Bauträger die Errichtung möglichst vieler Wohneinheiten ein Anliegen. Die Aufgabe des Gemeinderates besteht nun darin, das berechtigte Einzelinteresse mit einer organischen Entwicklung des Ortsbildes in Einklang zu bringen und potenziellen Konflikten mit der Allgemeinheit vorzubeugen.

Diese Abwägung gestaltet sich schwierig, weil Amberg nicht aufgrund eines innerörtlichen Bebauungsplans beschließen kann, sondern über jeden Einzelfall angemessen entscheiden muss. Zur fachlichen Beratung hatte man Architekt Walter Rohrmoser hinzugezogen.

Fünf Reihenhäuser + Sechsfamilienhaus = zu viel

Sein Entwurf basierte auf Bebauungsmustern ähnlicher Flächen in der Region. Dabei hatte er sowohl die Grundstücksflächen als auch die Gebäudekubatur als Maßgabe berücksichtigt. Unter dem Strich kamen dabei mögliche fünf Reihenhäuser und ein größeres Gebäude mit sechs Wohneinheiten heraus. Auch für die erforderlichen 22 Stellplätze wäre demnach noch Platz.

Dem Gemeinderat schien diese Bebauung allerdings zu dicht, gemessen an der überwiegenden Bebauung mit freistehenden Häusern auf separaten Grundstücken von 500 Quadratmetern Fläche und mehr. Auch müsse bei den zur Verfügung stehenden 3000 Quadratmetern Gesamtfläche ein geforderter Abstand von 20 Metern zum angrenzenden Wald eingerechnet werden, wodurch sich die tatsächlich nutzbare Fläche auf 2000 Quadratmeter reduziere, so der Tenor des Gemeinderates.

Architekt Rohrmoser wurde beauftragt, seinen Entwurf ausschließlich unter Berücksichtigung der durchschnittlichen örtlichen Grundstücksflächen noch einmal zu überarbeiten.

Wesentlich leichter tat sich der Gemeinderat mit dem 2. Tagesordnungspunkt. Hier ging es um eine zeitgemäße Anpassung des bestehenden Bebauungsplans Bergteile II aus dem Jahr 1999 an die aktuelle Nachfrage. Die Tendenz gehe inzwischen zu eher etwas kleineren Grundstücken, so Bürgermeister Peter Kneipp.

Entsprechend habe man den 2. Bauabschnitt im Rahmen des vereinfachten Verfahrens neu überplant. So sind aus den ursprünglich 20 Bauplätzen nun 22 geworden. Dennoch unterschreiten die angebotenen Grundstücke nicht die Fläche von 500 Quadratmetern.

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