Newsticker

Macron verkündet zweiten Lockdown für Frankreich
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Gabor plant Werksverkauf in Mindelheim

Wirtschaft

13.05.2015

Gabor plant Werksverkauf in Mindelheim

Der Schuhhersteller will erweitern. Im Gespräch erklärt Firmenchef Achim Gabor, was die Branche ausmacht

Der Schuhhersteller Gabor will den Standort Mindelheim weiter ausbauen. Wie berichtet, will die Firma ihr Logistikzentrum erweitern. Zudem soll auch ein Werksverkauf entstehen. Wie Vorstandsvorsitzender Achim Gabor im Gespräch mit der Mindelheimer Zeitung erklärte, ist ab dem Jahr 2018 eine Fläche von 200 bis 250 Quadratmetern vorgesehen. Zudem will Gabor künftig das Mindelheimer Jazz-isch-Festival finanziell unterstützen.

Wie Vorstandsmitglied Martin Hofmann erläutert, soll das Verwaltungsgebäude im Lauf des Sommers abgerissen werden. Die Erweiterung soll im Herbst beginnen. Vorgesehen ist unter anderem eine rund 18 Meter hohe Halle, die damit deutlich niedriger ausfällt als das bestehende 38 Meter hohe, ehemalige Planeta-Gebäude, das Gabor ebenso nutzt wie das ehemalige Baywa-Gebäude. Dieses werde wohl ab 2019 nicht mehr benötigt, so Hofmann. Für das Unternehmen liegt Mindelheim ideal zwischen den beiden Produktionsstätten in Portugal und der Slowakei. Jetzt soll im Unterallgäu weiter investiert werden, um Sonderwünschen der Händler, zum Beispiel das Auszeichnen der Schuhe mit Preisen, oder Nachbestellungen gerecht zu werden. Laut Achim Gabor seien allein im vergangenen Jahr 176 000 Einzelpaare per Nachbestellung verschickt worden. Hierbei komme es besonders auf Schnelligkeit an: Binnen 24 Stunden, maximal innerhalb von zwei Tagen, sollen die Gabor-Schuhe innerhalb von Westeuropa beim Händler sein.

Die Schnelligkeit und Flexibilität ist auch ein Vorteil im Vergleich zu Unternehmen, die in Asien produzieren lassen und deren Ware per Schiff nach Europa kommt. Der Rosenheimer Schuhhersteller liefert weltweit in 62 Länder. Mit unterschiedlichen Farben und Modellen ergeben sich so 2000 Schuh-Möglichkeiten pro Saison.

„Wir sind nie ein extrem modisches Haus gewesen“, sagt Achim Gabor. Eher habe die Firma auf das Motto „Schuhe für Millionen und nicht für Millionäre“ gesetzt. Die Schuhe lägen in der „gehobenen Mitte“, was Preisskala und Mode betreffe. Zielgruppe für Gabor-Schuhe sei die Frau ab 30 – jedoch sollen nun auch Jüngere erobert werden.

Wie ein Schuh überhaupt entsteht, lesen Sie heute auf "Seite 38

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren