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Bürgerversammlung

27.10.2011

Gemeinde investiert für eine bessere Umwelt

Bürgermeister Alois Mayer (rechts) diskutierte mit Besuchern der Bürgerversammlung in Dirlewang.
Bild: Foto: hak

Dirlewang will Energiesparzeichen setzen

Dirlewang Dirlewang nimmt die Energiewende zum Anlass, um in umweltschonende Stromerzeugung und Energieeinsparmaßnahmen zu investieren. Bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Mindelstuben stellte Bürgermeister Alois Mayer dieses Thema in den Mittelpunkt seines Tätigkeitsberichts.

Vor Kurzem wurde der Kindergarten Sonnenwirbel um eine Krippe erweitert, „diese Baumaßnahme hat die Marktgemeinde genutzt, um die Fenster im Kindergartengebäude auszutauschen,“ erläuterte Mayer. Auch die energetische Sanierung des Rathauses ist fast abgeschlossen. 220000 Euro beträgt die Investitionssumme dafür. Alle 64 Fenster des Gebäudes aus den 20er Jahren wurden erneuert, die Fasssade und das Dach gedämmt sowie ein barrierefreier Zugang erstellt.

Fast 57 Prozent des verbrauchten Stroms wurden im Ort erzeugt

Die Dächer des gemeindlichen Bauhofs und des Landkreis-Wertstoffhofes erhielten beziehungsweise erhalten Photovoltaikanlagen. „Die Energiebilanz der Marktgemeinde hat sich durch die zunehmende Nutzung der durch Solarkraft betriebenen Anlagen wesentlich verbessert“, stellte Mayer anhand von Zahlen dar, „im Jahr 2009 kamen 73,7 Prozent der in Dirlewang verbrauchten Energie von auswärts, im Jahr 2010 mussten nur noch 43,11 Prozent importiert werden. Fast 57 Prozent des im Ort verbrauchten Stroms wurden somit in Dirlewang erzeugt.“

Mit der Vision eines Pumpspeicherkraftwerks, die Manfred Guggenmos im Frühjahr in Dirlewang vorgestellt hatte (wir berichteten), sei ein zukunftsweisendes Projekt im Bereich der Nutzung regenerativer Energien auf einem guten Weg, sagte Mayer. Die Gemeinde und Guggenmos werben zurzeit auf Landes- und Bundesebene für die Idee. Sogar bei der EU in Brüssel sei man schon vorstellig geworden.

Als größere Investitionen in den kommenden Jahren stehen in Dirlewang die Sanierung des denkmalgeschützten Heimathauses Taverne, die Versorgung des Ortsteils Altensteig mit Breitbandkabel sowie einige Straßenbaumaßnahmen an. Mit 300000 Euro, verteilt auf drei Jahre, ist dabei die Sanierung der Taverne das teuerste Vorhaben.

Zebrastreifen über die ehemalige B 16 bei den Bürgern ein Thema

Beschäftigt hat die Versammlung auch die Frage der sicheren Überquerung der Mindelheimer Straße. Die inzwischen zur Kreisstraße abgestufte ehemalige B 16 führt mitten durch den Ort. Östlich liegen Wohngebiete, westlich Schule, Kindergarten und Rathaus. Weil vor allem für Kinder und ältere Menschen die Überquerung der teils unübersichtlichen Straße nicht frei von Risiken sei, hatte sich die Gemeinde an die Polizei gewandt, mit der Bitte zu prüfen, ob ein Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel eingerichtet werden könnten.

„Wie die Polizei mitteilte, komme beides nicht infrage,“ teilte Bürgermeister Mayer der Versammlung mit, „Grund dafür ist die zu geringe Frequenz an Fahrzeugen und Fußgängern.“ Er setze deshalb auf die Mitarbeit ehrenamtlicher Schulweghelfer, die in den Spitzenzeiten am Morgen die Kinder sicher über die Straße begleiten, und bat den Elternbeirat der Grundschule um Unterstützung bei der Suche nach Freiwilligen.

Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Mayer ebenfalls mit dabei: „Die Abwassergebühren werden in diesem und im kommenden Jahr nicht erhöht“, sicherte er zu, „auch die Neukalkulation der Wassergebühren ist erst für nächstes Jahr vorgesehen.“

Mit dem Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die Mitglieder des Marktgemeinderates und die ehrenamtlich Tätigen beendete Mayer die Versammlung.

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