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Mattsies

08.01.2021

Grob Aircraft bildet jetzt deutsche Soldaten aus

Das Ausbildungsflugzeug G120TP ist international gefragt.
Bild: Grob Aircraft

Plus Der Flugzeugbauer Grob Aircraft aus Mattsies trainiert künftig Piloten der Bundeswehr in den USA. Dahinter steckt mehr als "nur" die besonderen Trainingsflugzeuge.

Mehr als ein Dutzend Luftwaffen auf der ganzen Welt sind Kunden des Flugzeugbauers „H3 Grob Aircraft“. Nun hat auch Deutschland einen Vertrag mit dem Mattsieser Unternehmen abgeschlossen: H3 Grob Aircraft übernimmt die Pilotenausbildung der deutschen Luftwaffe und Marine. Wie die Firma bekanntgibt, hat sie vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr den Zuschlag erhalten, das Ausbildungssystem für angehende Piloten bereitzustellen.

Mit diesem Projekt startet eine neue und erweiterte Zusammenarbeit zwischen Grob Aircraft und der Bundeswehr. „Auch wenn seit fast 20 Jahren G120A-Trainingsflugzeuge für die Lufthansa/Bundeswehr im US-Bundesstaat Arizona im Einsatz sind, ließ die dringend notwendige Modernisierung der Ausbildungsflotte auf sich warten“, teilt Grob Aircraft mit. Ende 2020 war es dann endlich soweit – die Weichen für die Zukunft wurden bei der Bundeswehr neu gestellt und Grob Aircraft kam zum Zug.

Das sagt der Chef von Grob Aircraft über die Zusammenarbeit

„Als deutscher Flugzeughersteller freuen wir uns natürlich besonders auf die Zusammenarbeit mit der deutschen Bundeswehr“, sagt Geschäftsführer André Hiebeler und verweist auf seine „hervorragenden Trainingsflugzeuge“ und das umfassende, moderne Trainingsprogramm für Piloten. Das H3-Grob-Trainingssystem und der Flugzeugtyp G120TP seien das Ergebnis von 50 Jahren Erfahrung und Wissen: „Kompetenz made in Germany, die auch unsere vielen internationalen Kunden nachhaltig überzeugt hat“. Mehr als 15 Luftwaffen auf der ganzen Welt, darunter die Royal Jordanian Air Force, die britische Royal Air Force, die ecuadorianische und die kenianische Luftwaffe nutzen den „flying classroom on speed“ seit vielen Jahren zur Ausbildung angehender Piloten.

Die Trainingsflugzeuge von Grob Aircraft seien mit einem modernen Glascockpit sowie neuester Digitaltechnik ausgestattet und so eine optimale Grundlage für das elementare sowie das weiterführende Pilotentraining, heißt es in der Pressemitteilung. Die angehenden Piloten werden bereits 2021 im amerikanischen Goodyear mit der Grundausbildung auf der G120TP beginnen, kündigte Grob Aircraft an.

So sieht die Ausbildung des Mattsieser Flugzeugbauers aus

In der vorangehenden theoretischen Ausbildung steht das „Computer-Based-Training“ (CBT) im Mittelpunkt. Das eigens entwickelte Schulungssystem stellt die Lerninhalte als Software zur Verfügung: Schüler können so mithilfe eines Tablets in ihrer eigenen Geschwindigkeit und ortsunabhängig lernen, online mit dem System verbunden und unter Aufsicht des Flight Instructors (FI).

Hinzu kommt ein voll funktionsfähiges Cockpit, das als sogenannter Procedure Trainer (CPT) genutzt wird – in dem also Flüge simuliert werden können. So lernen die Flugschüler schnell die grundsätzlichen Cockpit- und Instrumenten-Layouts sowie das Checklisten-Verfahren, bevor sie in die richtige Maschine einsteigen.

Wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sind die Flugschüler für unterschiedliche Flugzeugmuster vorbereitet und können sich dann reibungslos etwa auf Jets, Transportmaschinen oder Helikopter spezialisieren.

Unterstützt wird H3 Grob Aircraft in der Ausbildung von der Lufthansa Aviation Training GmbH, kurz LAT, ein Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG. LAT stellt die Infrastruktur vor Ort bereit. (mz, home)

Mehr über Grob Aircraft erfahren Sie hier:

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