1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Große Erfolge mit kleinen Tieren

Hobby

13.02.2019

Große Erfolge mit kleinen Tieren

Bei der 100. nationalen Siegerschau in Leipzig räumten die Mindelheimer Kleintierzüchter einige Preise ab. Simon Keppeler aus Mindelau (links) bekam Bestnoten für seine „federfüßigen Zwerghühner“, während Ottmar Scholz aus Tussenhausen (rechts) mit seinen „Zwerg-Cochin-Hühnern“ punkten konnte. Hans-Peter Kähling aus Eppishauen (2. von links) stahl mit einem „Deutschen Riesenschecken-Rammler“ bei einem Wettbewerb in Könisgmoos der Konkurrenz die Schau. Die Erfolge seiner Kollegen beflügeln auch die Arbeit von Anton Herz (3. von links), vom Kleintierzuchtverein Mindelheim.
Bild: iss

Züchter aus dem Unterallgäu setzen sich mit ihrem Federvieh auf einer großen Schau in Leipzig durch

Seit Jahrzehnten frönen die 160 Mitglieder des Kleintierzüchtervereins Mindelheim ihrer Leidenschaft, die sich um Tauben, Hühner, Kaninchen und anderes Kleinvieh dreht. Ihre Bemühungen wurden jetzt belohnt: Bei der 100. nationalen Siegerschau in Leipzig, wo mehr als 45000 Kleintiere um die Gunst der Preisrichter buhlten, ließen Hühner- und Taubenzüchter aus dem Unterallgäu die Konkurrenz weit hinter sich. So gab es Bestnoten für die „Federfüßigen Zwerghühner“ von Simon Keppeler aus Mindelau. Dessen Tiere wurden von der Jury zweimal mit der Höchstnote V für „vorzüglich“ und einmal mit H („hervorragend“) beurteilt. Ein V-Tier des Mindelauers darf sich zudem mit dem Siegerband schmücken, während seine Kollektion gar den Titel „Bundessieger“ führen darf.

Nicht weniger erfolgreich war Ottmar Scholz aus Tussenhausen. Seine „Cochin-Zwerghühner“ stahlen der Konkurrenz die Schau, wurden mit „vorzüglich“ beurteilt und mit dem begehrten Siegerband ausgezeichnet. Ewald Holler stellte in Leipzig einen „Wyandotten-Hahn“ vor und ergatterte ein Jubiläumsband. Bundessieger wurde auch Wilhelm Götzfried mit seiner „Zwerg-Cochin-Sammlung“. Josef Scholz punktete mit „Steigerkröpfern“.

Als besonderes Ereignis wertete der Kleintierzüchterverein Mindelheim die erste, gemeinsame Landeskaninchen-Schau der Verbände Württemberg-Hohenzollern und Bayern in Ulm. Dort wurden 11000 Kleintiere präsentiert. In Ulm verbuchte Georg Braunmiller mit seinen „Blau-Rexen“ einen großen Erfolg. Mit seiner Kollektion wurde er Landesmeister, stellte zwei Siegertiere und darf sich die „Erwin-Leovsky-Medaille“ anstecken. Landesmeisterin wurde auch Eva-Maria Mayer mit ihren „Zwerg-Widdern“. Schließlich landete auch Markus Leinauer mit einem V-Tier bei den „Blauen Wienern“ einen Volltreffer.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Recht wacker schlugen sich die Mindelheimer Kleintierzüchter auch bei einer überregionalen „Scheckenkaninchen-Schau“ in Königsmoos. Bei dieser Veranstaltung mischten Züchter aus fünf Nationen mit. Hans-Peter Kähling aus Eppishausen wurde mit seinem „Riesenschecken-Rammler“ und 98 von 100 Punkten und dem Urteil „vorzüglich“ zum Star des Wettbewerbs. Mit zwei V-Tieren behauptete sich auch Werner Magg.

Auch die von den Mindelheimer Züchtern ausgerichtete Kleintier-Schau Ende des letzten Jahres in Apfeltrach konnte sich sehen lassen. Doch wie die Imker haben auch die Kleintierzüchter derzeit große Sorgen. Sie setzen sich ein für den Erhalt aussterbender Rassen und müssen gegen bürokratische Hürden kämpfen. „Da haben wir es in Mindelheim noch recht gut“, bemerkt Vorsitzender Toni Herz und bescheinigt der Stadt, dem Landkreis und dem Veterinäramt gute Zusammenarbeit.

Was dem Frontmann besonders Sorgen macht, ist der Nachwuchsmangel. „Weil die Kleintierhaltung in Mindelheimer Wohngebieten verboten ist“, nennt Simon Keppeler einen triftigen Grund für das Desinteresse bei jungen Leuten. Herz sieht eher Computerspiele und Schulstress als Konkurrenz für sein „lebendiges Hobby“. „365 Tage im Jahr für Tiere da zu sein, erfordert halt viel Pflichtbewusstsein und das ist nicht jedermanns Sache“, gibt er zu bedenken. Dass die Hühnerhaltung wieder mehr und mehr an Beliebtheit gewinnt, freut die Kleintierzüchter sehr. „Viele Familien schätzen halt das Frühstücksei vom eigenen Federvieh.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren