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Asylbewerber

20.01.2015

Großer Helferkreis engagiert sich

In der Begrüßungstasche (Bild oben links) fanden die Asylbewerber unter anderem auch einen Stadtplan der Marktgemeinde. Gut angenommen wurde auch die erste Teestube im katholischen Pfarrheim (rechts oben und rechts Mitte). Beim Memoryspiel lernten die Asylbewerber gleich die deutschen Ausdrücke. Spontan erzählten sie beim Willkommensfest (Bild unten) viel über ihr Leben und ihre Flucht.
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In der Begrüßungstasche (Bild oben links) fanden die Asylbewerber unter anderem auch einen Stadtplan der Marktgemeinde. Gut angenommen wurde auch die erste Teestube im katholischen Pfarrheim (rechts oben und rechts Mitte). Beim Memoryspiel lernten die Asylbewerber gleich die deutschen Ausdrücke. Spontan erzählten sie beim Willkommensfest (Bild unten) viel über ihr Leben und ihre Flucht.

Conny Neugebauer stellt erste Projekte für Flüchtlinge vor

In drei verschiedenen Gebäuden in der Marktgemeinde Türkheim sind inzwischen 47 Asylbewerber untergebracht. Marktgemeinderätin Conny Neugebauer stellte auf der jüngsten Marktgemeinderatssitzung erste Initiativen vor, wie den Asylbewerbern vor Ort geholfen wird. Nach dem ersten Infogespräch am 16. Dezember hätte sich ein großer, aktiver Helferkreis gefunden, der bereits spontan erste sehr erfolgreiche Aktionen angezettelt habe. „Türkheim hat die Asylbewerber getreu dem Motto ’Markt mit Herz’ aufgenommen“, urteilte Neugebauer.

So sei eine Kleiderspendenaktion eine gute Sache gewesen, da viele Asylbewerber trotz der winterlichen Temperaturen in Badelatschen und T-Shirt in Türkheim angekommen seien. Auch das Willkommensfest am 29. Dezember im katholischen Pfarrheim sei laut Neugebauer ein gelungener Abend des Kennenlernens gewesen. Sie selbst sei sehr überrascht gewesen, dass einige Asylbewerber spontan so viel über ihr Leben und ihre Flucht erzählt hätten. Erste Kontakte hätten geknüpft werden können. Eine offene Teestunde, die vergangene Woche unter dem Motto „Spiele“ erstmals stattgefunden hätte, soll zur festen wöchentlichen Veranstaltung werden.

Conny Neugebauer lobte aber auch die vielen Aktionen in den ersten Wochen seitens der örtlichen Vereine oder über Privatpersonen. So hätten bereits Fußballspiele stattgefunden und der ESV hätte die Asylbewerber auf’s Eis geholt und der Schachclub engagiere sich. Auch die Deutschkurse liefen bereits an. Acht Lehrer unterrichteten in sieben kleineren Gruppen 27 Teilnehmer. Marktrat Otto Rinninger berichtete, dass es viel Spaß mache und er auch noch lernen könne.

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Bürgermeister Sebastian Seemüller freute sich, dass die Räderaktion so gut geklappt habe. „17 Fahrräder konnten wir bereits an die jungen Männer weitergeben und einige Räder werden noch verkehrstauglich aufgerüstet“, so Seemüller. Alle hätten sich sehr gefreut, so Neugebauer, nähmen die Räder gar stolz mit auf ihre Zimmer.

Koordinator wird dringend gesucht

Bei der Vielzahl der Asylbewerber stößt der ehrenamtlich arbeitende Helferkreis (helferkreistuerkheim@t-online.de) aber auch an seine Grenzen. Der Marktgemeinderat hatte bereits vor Weihnachten noch beschlossen, dass seitens der Gemeinde ein Koordinator auf 450 Euro Basis eingestellt werden soll. Einige Gespräche seien bereits geführt worden, doch eine Stellenausschreibung habe laut Seemüller noch nicht stattgefunden. Unisono lobte der Marktgemeinderat das Engagement des Helferkreises und dankte Conny Neugebauer für die Übersicht. Alle waren sich aber auch einig, dass es noch viel zu tun gäbe. So gelte es unter anderem, den Tagesablauf der Asylbewerber etwas zu strukturieren, sprich keine allzu große Langeweile aufkommen zu lassen. Auch die Vernetzung mit anderen Gemeinden in puncto Asylbewerber sei sehr sinnvoll.

findet am Montag, 26. Januar, und von da an wöchentlich immer montags von 16 bis 17.30 Uhr im Kath. Pfarrheim statt.

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