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07.12.2010

Grundschule hofft auf Weihnachtsgeschenke

Thomas Ruf, Jürgen Müller und Sebastian Pfluger (v. hi.) helfen mit, in der Christoph-Scheiner-Schule einen Computerraum einzurichten. Foto: baus
Bild: baus

Jürgen Müller, Thomas Ruf und Sebastian Pfluger sind 14 Jahre alt und kennen sich mit Computern aus. Davon profitiert zurzeit die Christoph-Schreiner-Grundschule in Markt Wald, die sie vor dem Wechsel an die Ettringer Hauptschule besucht haben: Sie helfen dort in ihrer Freizeit mit, einen Computerraum einzurichten.

In diesem sowie an zwei Rechnern in den Klassenzimmern sollen die Grundschüler künftig den Umgang mit neuen Medien erlernen. Das ist zum einen im Lehrplan verankert und zum anderen eine schlichte Notwendigkeit: "Computer sind Teil der Lebenswirklichkeit der Kinder. Hier können sie in einem geschützten Raum an die Arbeit damit herangeführt werden", sagt Rektorin Anita Huber-Gutkas. Daneben leisteten die Computer dank spezieller Lernprogramme auch für die Differenzierung im Unterricht wertvolle Dienste.

Trotzdem, gibt Bürgermeister Walter Wörle zu, habe der Gemeinderat zunächst einmal skeptisch reagiert, als die Rektorin ihren Wunsch nach einem Computerraum in einer Gemeinderatssitzung vorstellte. Doch letztlich überzeugten ihre Argumente: Bereits in den Sommerferien wurden Kabel verlegt und eine neue Beleuchtung, Stühle, Tische und ein Beamer für den Raum angeschafft und so insgesamt rund 12 000 Euro investiert. Die 27 Rechner, die dort mittlerweile stehen, hat die Raiffeisenbank Pfaffenhausen ausrangiert und der Schule überlassen.

Und hier kommen wieder Jürgen, Thomas und Sebastian ins Spiel. Nachdem das Hausmeisterpaar Viktoria und Anton Böck die Geräte entstaubt hatte, installierten sie neue DVD-Fächer und fehlende Kabel. Die Neuntklässler opfern dafür ihre Freizeit - und sie tun es gern. "Es macht Spaß", sagen sie und Jürgen ergänzt: "Das ist doch selbstverständlich." Allerdings könnte den Dreien, die ihre eigene Werkzeugkiste mitbringen, bald die Arbeit ausgehen. Es fehlt nämlich noch ein Betriebssystem, das sie installieren könnten, sowie vor allem an den Bildschirmen und Mäusen. Für die ebenfalls noch ausstehenden Tastaturen will sich Bürgermeister Walter Wörle im Gemeinderat einsetzen. Dabei betont er, dass sich die Gemeinde nicht vor den Kosten drücken wolle. Allerdings habe sie mit den bereits investierten 12 000 Euro schon mehr Geld ausgegeben, als zu Jahresbeginn geplant. Wenn sich jetzt Spender fänden, könnte der Computerraum einfach schneller seinen Betrieb aufnehmen.

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Elternbeirat zeigte sich großzügig

Anita Huber-Gutkas Wunschtermin wäre noch vor Weihnachten. "Aber wir nehmen natürlich auch nach Weihnachten noch Geschenke an", sagt sie lachend. Der Elternbeirat hat bereits 2500 Euro für die Software beigesteuert, der zweite Bürgermeister Richard Baumeister unterstützt das Projekt mit 500 Euro. (baus)

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