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Natur

28.11.2019

„Gute Luise“ trifft „Jakob Fischer“

Insgesamt 33 Hochstamm-Obstbäume haben Landwirtschaftsschüler aus Mindelheim zwischen Spöck und Kirchheim gepflanzt.
Foto: Gutmann

Landwirtschaftsschüler pflanzen Obstbäume bei Kirchheim

Wie mit einem Drahtkorb der Wurzelballen vor Wühlmäusen geschützt wird, wie der junge Obstbaum beschnitten wird, wie mit einem Dreibock aus Pfählen und Latten ein Baum auch in windigem Terrain stabilisiert wird – das und noch viel mehr lernten die Schüler der Landwirtschaftsschule Mindelheim bei einer Pflanzaktion. „Streuobstwiesen sind unverzichtbar für unsere Kulturlandschaft und die Artenvielfalt“, meinte Semesterleiter Josef Peis, der am Amt für Landwirtschaft zuständig ist für die Förderung der Biodiversität. Mit ihrem Lehrer Ludwig Friedrich setzten 17 angehende Betriebsleiter und eine angehende Betriebsleiterin, aus dem ersten Semester der Landwirtschaftsschule Mindelheim, die Ziele des Unterrichts im Fach „Naturschutz und Landschaftspflege“ mit schweißtreibender Arbeit in die Praxis um und pflanzten 33 Obstbäume auf einer Wiese zwischen Kirchheim und Spöck.

Kreisfachberater Markus Orf hatte den Pflanzplan erstellt und für unsere Klimabedingungen geeignete Obstsorten ausgewählt. An diesem Tag pflanzten die Landwirtschaftsschüler Obstsorten wie die Birne „Gute Luise“, die „Mirabelle von Nacy“, die Äpfel „Brettacher“, „Jakob Fischer“ oder „Schöner aus Boskoop“. Die Hochstammbäume wurden durch einen Zuschuss von 1000 Euro vom Landwirtschaftsministerium gefördert. Kirchheims Zweiter Bürgermeister Werner Welser half mit und auch der örtliche Bauhof unterstützte die Aktion, holte beispielsweise noch Humuserde, um einen Baum zu versorgen, der sonst im Sand wachsen müsste. Die Pfähle in den Boden zu rammen, war wohl der anstrengendste Teil der Arbeit, bei 33 Bäumen je drei Pfähle, eine ganze Menge. Doch die jungen Gärtner hatten auch Spaß, es war eine willkommene Abwechslung zum Unterricht im Klassenzimmer. Bürgermeister Lochbronner schwärmte dann auch von einer älteren Streuobstwiese, nur ein Stück weiter südlich. Hier konnte bereits Obst geerntet werden, am Rande eine Bank zum Verweilen, bei schönem Wetter der Blick auf die Alpenkette, ein herrlicher Platz. Wie schön, wenn in Zeiten des Klimawandels auch wieder Neues entsteht, für ein reizvolles Unterallgäu. (ug)

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