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Tag des Baumes in Türkheim

27.04.2015

Kleiner, aber wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Mit großem Eifer pflanzten die Fünftklässler der Ludwig-Aurbacher-Mittelschule in Türkheim den bereits sechs Meter hohen Feld-Ahornbaum am Kiesgrubenweg.
Bild: Franz Issing

Mittelschüler pflanzten einen Feld-Ahorn, den Baum des Jahres 2015. Weitere Baumpflanzungen sollen den Ortsteil am Bahnhof mit der Marktgemeinde verbinden

Türkheim Die Aktion war so recht nach dem Geschmack der Naturschützer. Schüler der 5. Klasse der Ludwig-Aurbacher-Mittelschule pflanzten anlässlich des „Tages des Baumes“ am Kiesgrubenweg einen etwa sechs Meter hohen Feld-Ahorn – den „Baum des Jahres 2015“. Die Baumpflanzung war auch Auftakt für das landkreisweite Projekt mehr Bäume für den Klimaschutz, das die Gemeinden im Unterallgäu animieren soll, mehr „grüne Lungen“ zu schaffen.

„Bäume sind wichtig, Bäume werden gebraucht“, sangen denn auch die Jugendlichen, bevor sie zu Spaten und Gießkanne griffen und den Ehrengästen viel Informatives und Wissenswertes rund um den Feld-Ahorn erzählten.

Diese staunten nicht schlecht, als sie im „grünen Klassenzimmer am Wegesrand“ erfuhren, dass man früher vor allem in Notzeiten die Blätter des Jahresbaumes als Sauerkrautersatz verzehrte.

Wünsche an den neu gepflanzten Baum geheftet

Auf grünen Ahornblättern aus Papier, die sie an den Stamm hefteten, hatten die Schüler für ein gutes Gedeihen ihres „Patenkindes“ viele gute Wünsche formuliert. So war auf den „Wunschblättern“ unter anderem zu lesen: „Wir hoffen, dass viele Vögel in deinen Zweigen Nester bauen, dass dein Stamm so stark wird, dass ihm kein Sturm etwas anhaben kann und dass Spaziergänger und Radfahrer keine Äste abreißen“.

Bürgermeister Sebastian Seemüller nannte die Pflanzaktion einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und kündigte eine weitere Bepflanzung des Kiesgrubenweges an, quasi ein „grünes Band“, das den Ortsteil Bahnhof nicht nur für Spaziergänger und Radfahrer mit der Marktgemeinde enger verknüpfen soll.

Was ist der Feld-Ahorn, auch „Maßholder“ genannt, für ein Baum? Vizelandrat Stephan Winter hatte sich schlau gemacht. Der Baum des Jahres, oft übersehen und vergessen, ist recht zierlich. Zu finden ist er vor allem in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Gärten und Parks. Er wird maximal 20 Meter groß, kann aber bis zu 200 Jahre alt werden. Meist bleibt der Feld-Ahorn klein und knorrig. Er lockt viele Arten von Insekten an und gilt als bevorzugter Brutplatz von Vögeln.

„Diesen Feld-Ahornbaum am Türkheimer Kiesgrubenweg werde ich immer wieder finden“, scherzte der Mindelheimer Bürgermeister, als er nach längerer Irrfahrt und schließlich von seinem Kollegen Sebastian Seemüller via Smartphone gelotst am Ort des Geschehens eintraf.

Dort erwarteten ihn Schüler, Ehrengäste, Gemeinderäte, Rektor Bernhard Negele, sowie Andrea Ruprecht, die Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, schon sehnlichst.

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