Newsticker

Putin: Weltweit erster Corona-Impfstoff in Russland zugelassen
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Kommunalpolitik hinter Klostermauern

Klausurtagung

14.01.2020

Kommunalpolitik hinter Klostermauern

Zum Ende ihrer Amtszeit blicken die Wiedergeltinger Gemeinderäte in die Zukunft

Zum letzten Mal traf sich der amtierende Gemeinderat jetzt zu einer Klausurtagung im Kloster Ursberg. Auch dieses Mal hatte es die von Bürgermeister Norbert Führer erstellte Tagesordnung in sich; ein volles Programm erwartete die Teilnehmer von Freitag 14 Uhr, bis Samstag 18 Uhr. Schwerpunkt am ersten Tag war – wieder einmal – die komplette Finanzplanung für das laufende Jahr und die Investitionsplanungen für die Jahre 2021 bis 2023. Hierzu referierte Kämmerer Claus-Dieter Hiemer und stellte den Gemeinderäten die Investitionsplanung vor.

Satte 3,5 Millionen Euro will die Gemeinde Wiedergeltingen in diesem Jahr investieren, wobei der Schwerpunkt der Ausgaben bei Neubau der Kindertagesstätte St. Nikolaus liegt. Aber damit nicht genug. Auch die kommenden drei Jahre sind mit Investitionen in Höhe von knapp sechs Millionen Euro vollgepackt. In Summe ergeben sich somit für den Zeitraum von 2020 bis 2023 geplante Investitionsmaßnahmen in Höhe von mehr als neun Millionen Euro.

Zu den wichtigsten Maßnahmen - neben dem in Kürze beginnenden KiTa-Neubau - gehören das Projekt Dorferneuerung, das Thema barrierefreies Wohnprojekt für Senioren, der Neubau eines Bauhofes und die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges. Unter der Voraussetzung, dass auch die Einnahmen wie geplant fließen werden, können diese Investitionen nach Aussage von Kämmerer Claus-Dieter Hiemer ohne Neuverschuldung getätigt werden.

Kommunalpolitik hinter Klostermauern

Der zweite Klausurtag war schwerpunktmäßig geprägt vom Thema Vorbereitungsphase für die Dorferneuerung. Bauoberrat Christoph Graf vom Amt für Ländliche Entwicklung in Krumbach sowie Bettina Steinbacher und Stefan Löser vom Büro Steinbacher Consult aus Neusäß standen als Experten zur Verfügung. Im Rahmen der Gespräche wurde ein grober Zeitplan für die demnächst beginnende Vorbereitung erstellt. Im späten Frühjahr soll dann eine groß angelegte Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. Die Schwerpunkte der Dorferneuerung liegen in der Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses, der Sanierung von Ortsstraßen sowie einer adäquaten und nachhaltigen Innenentwicklung. „Hier“, so die Ausführungen von Bauoberrat Christoph Graf könne die Gemeinde Wiedergeltingen durch einen sogenannten Vorrangbeschluss „Innen statt Außen“, den Förderbonus für Projekte, die im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt werden, um 20 Prozent erhöhen, sodass anstelle der Regelförderung von 60 eine Förderung in Höhe von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten möglich wäre.

Nach gut zwölfstündiger Diskussion waren sich alle Teilnehmer einig, dass auch die sechste und letzte Klausurtagung in der laufenden Amtsperiode wieder von einer sehr sachlichen und zielführenden Diskussion geprägt gewesen sei. Dem neuen Gremium, das am 1. Mai seine Arbeit aufnimmt, wolle man auf jeden Fall empfehlen, diese Klausurtagungen fortzusetzen. (mz)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren