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Mindelheim

25.01.2019

Kümmerer für Mindelheims Jugend

Erste Laufsteg-Erfahrung haben Cara Streitel, Anna Wolf, Leni Bayer und Noortje Kleisen 2017 bei Model Mona Schafnitzl gesammelt.

Der Kreisjugendring bietet ein vielfältiges Programm. Erreicht wird damit aber nur ein kleiner Teil der jungen Leute. Wie das besser werden kann.

Was bedeutet jung sein heutzutage in Mindelheim? Was können Jugendliche in ihrer Freizeit tun? Wer kümmert sich um sie? Welche Angebote gibt es und reichen diese aus? Der Kultur-, Sozial- und Jugendausschuss des Stadtrates befasste sich mit diesen Fragen auf einer eigenen Sitzung.

Wer nicht in den Kirchen engagiert oder in einem Verein aufgehoben ist oder in der Sing- und Musikschule ein Instrument erlernt, für den ist der Kreisjugendring eigentlich die einzige Institution, die Kindern und Jugendlichen ein Angebot unterbreitet. Florian Kastenmeier stellte die vielfältigen Angebote vor.

Viele Mindelheimer interessieren sich für die Ferienbetreuung des Kreisjugendrings

Neben dem Jugendcafé Frox für Sechs- bis 13-Jährigen gibt es das Jugendhaus JiM für die Älteren. Das Angebot reicht von Spieletreffs, Kinderkino, Computer, Handy & Co. bis hin zu Hip-Hop-Kursen, Jugendleiter-Schulungen und Partys. Wobei Kastenmeier betonte, Kernaufgabe des Kreisjugendringes sei es nicht, für solche Partys zu sorgen. „Wir machen pädagogische Jugendarbeit.“ Dennoch gab es unter der Regie des Kreisjugendringes im Vorjahr eine Techno-Party und eine Kids-Party für die Jüngeren. Mädchen durften sich auch schon über eine Model-Schulung durch Mona Schafnitzel freuen, die bei Schönheitswettbewerben bereits Erfolge eingefahren hat.

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Immer stärker nachgefragt wird die verlässliche Ferienbetreuung. Acht Wochen im Jahr bietet der Kreisjugendring in den Ferien von Montag bis Freitag ein solches Angebot. Dazu zählen Tagesausflüge zum Beispiel zur Allianz Arena nach München oder eine Wasserrutsche in den Sommerferien an der Schwabenwiese. Inzwischen gibt es bereits den Wunsch, ein solches Angebot auch für die Weihnachtsferien anzubieten.

Politische Bildung spielt in der Jugendarbeit auch eine Rolle. Kastenmeier erwähnte die U18-Wahl. Fast 300 Jugendliche der Mittelschule hatten vor der Landtagswahl gewählt. Der Ausgang dieser Probewahl entsprach übrigens ziemlich genau dem Ergebnis der tatsächlichen Wahl. Auch die Gefahren des Internets werden vermittelt. Oder Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen abgebaut durch einen Besuch der Unterallgäuer Werkstätten. Weniger gut läuft offenbar der Kinobus nach Türkheim. Dieses Angebot soll überarbeitet werden.

Ein Jugendkalender zeigt künftig, was in Mindelheim für junge Leute geboten ist

Immer wieder bekommt der Kreisjugendring zu hören, es sei zu wenig bekannt, was alles in Mindelheim für junge Leute geboten ist. Deshalb wird es künftig einen Jugendkalender in der Mindelheimer Zeitung geben, sagte Kastenmeier. Damit sollen vor allem die Eltern erreicht werden, die dann ihre Kinder aufmerksam machen können.

Wer aber wird vom Kreisjugendring erreicht? Es sind vor allem Kinder und Jugendliche, die auf die Mittelschule gehen. Rund 70 Prozent von ihnen haben ausländische Wurzeln. Von den weiterführenden Schulen Maria Ward und Maristenkolleg fühlen sich offenbar nur wenige angesprochen. Eine Erklärung dafür hatte Kastenmeier nicht.

In der Aussprache betonte Bürgermeister Stephan Winter die Bedeutung der verlässlichen Ferienbetreuung. Das entlaste die Eltern sehr. Die Kinder seien hier sehr gut aufgehoben. Ursula Kiefersauer warb dafür, das Angebot auszubauen, vor allem durch längere Öffnungszeiten von Frox und JiM. Hier werde erfolgreiche Integrationsarbeit geleistet.

Ute Bergmaier von der Stadt mochte hier aber wenig Hoffnung machen. Der Landkreis als Träger des Kreisjugendringes achte sehr darauf, dass nicht eine Kommune bevorzugt werde. Und Bürgermeister Winter sagte, es gebe im Unterallgäu keine Brennpunkte. Der Bedarf für gute Jugendarbeit sei aber überall vorhanden. Für die Jugendarbeit in Mindelheim werden jährlich 50 000 Euro ausgegeben. Hinzu kommen noch die Mietkosten für Frox und JiM, deren Höhe der Bürgermeister nicht nennen mochte.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Johann Stoll: In Mindelheim wird die Jugendarbeit verwaltet

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