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Ettringen

10.10.2019

Kultur-Gut-Konzerte: Es hat gefunkt

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Ein toller Auftakt in die Kultur-Gut-Woche der „Aktion Hoffnung“ auf Gut Ostettringen war das Konzert des Gospelchors der Pfarrei St. Ulrich und Afra Augsburg. Mit dem Erlös werden in diesem Jahr arme Kinder im Südsudan unterstützt.
Bild: Maria Schmid

Der Auftakt der Kultur-Gut-Konzerte auf Gut Ostettringen macht Lust auf mehr.

Waren es ab Anfang des 17. Jahrhunderts die religiösen Lieder, die Gospels und Spirituals von Millionen Männern, Frauen und Kindern aus Westafrika, die im Südosten der heutigen USA auf den Zuckerrohr- und Baumwollplantagen arbeiteten, so waren es am ersten Abend der Konzerte von Kultur-Gut in diesem Jahr gerade diese, die dem Projekt der „aktion hoffnung“ zugutekommen.

Sie unterstützen in diesem Jahr durch Spenden und Verkaufserlöse ein Straßenkinderzentrum der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Wau und Kuajok im Südsudan. Es leben dort zwischen 500 und 950 Kinder und Jugendliche auf der Straße. Die meisten sind männlich. Es gibt dafür viele Gründe, wie kulturell bedingte Familientraditionen, große Armut und Migration.

Sie wollen überleben. So sammeln die Kinder Müll und Rohstoffe, die sie vielleicht wieder verkaufen können. Dabei sind Drogen, Alkohol und Klebstoffschnüffeln ein großes Problem. Durch das Projekt können Bildungs- und Freizeitaktivitäten durchgeführt werden. Außerdem bekommen die Kinder zu essen, haben einen Schlafplatz und werden medizinisch versorgt. Da singen die rund 40 Chormitglieder vom Gospelchor der Pfarrei St. Ulrich und Afra aus Augsburg zu recht: „Glory Hallelujah“. Mit diesem temperamentvollen Spiritual geleitet Gitarrist Andreas Keilholz die Sängerinnen und Sänger hinunter von der Bühne und hinein in die Pause – fast wie der Rattenfänger von Hameln. Sie folgen ihm singend und lachend.

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Begeistert klatschen die Gäste im Saal mit

Die Gäste im voll besetzten Saal klatschen begeistert den Rhythmus mit. Dieses Spiritual kennen sie alle. Was bei einigen der vorgetragenen Gospels, Jazznummern und christlichen Popmusikstücken nicht immer der Fall ist.

Dazu gehört auch das Lied „We pray“ von Joakim Arenius, das zum Abschluss noch einmal als Zugabe zu hören ist. Peter Bader begleitet die Chormitglieder am Klavier. Der versierte Pianist, Organist und wie hier Chorleiter versteht es, die Sängerinnen und Sänger mit seiner Begeisterung anzustecken. So springt der Funke auf die Gäste immer schneller über, was letztendlich dazu führt, dass sie diesen Chor nicht so schnell entlassen werden.

Es ist das Hauptthema, die Ehre Gottes wie im Lied „Open the door“ von Reinhard Pikora, das den Psalm 24 mit den Versen 7-8 beinhaltet: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehet!“ Bei der „aktion hoffnung“ sind die Tore geöffnet. Das zeigt sich an den vielen Aktionen für arme und bedürftige Menschen.

So geht es in Ettringen nun weiter

Sie sind es, die nicht nur die Tore, sondern auch die Herzen weit öffnen und helfen, wo immer es möglich ist. Dazu das Geständnis: „We pray“ - „Wir beten am Morgen und wir beten in der Nacht, weil Gott die Kraft hat, alles richtig zu machen.“ Der Chor kam nicht alleine. Er hatte einen besonderen Gast mitgebracht. Agnes Reiter sorgte an ihrem Saxofon für wunderschöne Momente.

Darauf hatten sich auch schon Bürgermeister Robert Sturm und Geschäftsführer von der „Aktion Hoffnung“ Johannes Müller gefreut, wie sie bei der Begrüßung betonten. Agnes Reiter verwöhnte mit passenden Titeln. Sie entführte zum „Blue Bossa“, zu „Sweet Georgia Brown“ und ganz sanft zum „Besame Mucho“. Das Saxofon sang „It don’t mean a thing“. Duke Ellington ließ grüßen. Und die Besucher applaudierten und zeigten ihre Begeisterung. Dieser Abend war wieder ein voller Erfolg, nicht zuletzt durch die liebevolle Gestaltung der Räumlichkeiten und dem Verwöhncatering.

Freitag, 11. Oktober, 20 Uhr, Waltraud Mair gemeinsam mit den Plesser Straßenmusikanten.

Sonntag, 13. Oktober, 14 Uhr, Magic Martin mit „Zauberspaß“.

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