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Kommentar

25.01.2020

Let’s get ready to ... Rammingen

Angeführt von Bürgermeisterkandidatin Ulrike Degenhart (3. von rechts) schickt die Bürgerliste Rammingen neun Kandidatinnen und Kandidaten in die Kommunalwahl. Auf dem Foto (von links): Sigmund Kott, Georg Rauch, Thomas Kerler, Thomas Scharpf, Andreas Nett, Ulrike Degenhart, Alfred Waltenberger und Sandra Lamprecht. Nicht auf dem Foto ist Thomas Kerler jun.
Bild: Alf Geiger

Manchmal geht es in der Ramminger Kommunalpolitik beinahe zu wie bei einem Boxkampf.

Wenn sich in zwei Wahlveranstaltungen mehr als 400 Interessierte drängeln, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein. Oder – es passiert eben in Rammingen. Lockte die FWG/UWG-Nominierung in der Vorwoche gut 250 Ramminger in den Stern, so war auch bei der Nominierung der Bürgerliste im Braustadel kein Platz mehr frei. Und bei beiden Veranstaltungen war es Ulrike Degenhart, die für den Knaller sorgte: Bei der FWG/UWG sprengte sie fast die Veranstaltung, bei der Bürgerliste ließ sie die nächste „Bombe“ platzen und steigt gegen Amtsinhaber Anton Schwele in den Ring.

Dass es die umtriebige Noch-FWG-Gemeinderätin jetzt für die Bürgerliste richten soll, war eine Überraschung – und nicht nur, weil sie nach ihrer Schlappe bei der FWG/UWG schon ihr kommunalpolitisches Aus verkündet hatte. So mancher wird wohl eher mit Thomas Scharpf als Bürgermeister-Gegenkandidat der Bürgerliste gerechnet haben – schließlich liefert sich der Bürgerliste-Sprecher seit Jahren einen fast schon leidenschaftlichen Polit-Hahnenkampf mit Bürgermeister Schwele. Dass sich Scharpf nun aber nicht selbst gegen Schwele stellt und antritt, werden ihm viele als „Rückzieher“ auslegen – sein schwaches Wahlergebnis mit nur 50 Stimmen und Listenplatz 5 könnte man durchaus auch als „Denkzettel“ deuten.

Ulrike Degenhart hat dennoch – oder gerade deshalb? – einen furiosen Start hingelegt und will mit einem neuen Führungsstil die Ramminger Kommunalpolitik aufmischen. In den nächsten Wochen bis zum 15. März wird sich zeigen, ob das gelingen kann. Um Ruhe und Respekt in die Ramminger Gemeinderatspolitik zu bringen, müssen sich alle (!) bewegen und zeigen, dass sie wirklich guten Willens sind. Rammingen hat ein Ende der Streitereien verdient, die Stimmung ist schon vergiftet genug. Das kann gelingen – wenn sich alle zusammenreißen. Wenn nicht, wird es weitergehen mit den Ramminger Politik-Raufereien.

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