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Muttertag 2014

10.05.2014

Mama ist die Allerbeste! Prominente aus der Region erklären, warum

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„Achtung vor Jedermann zu haben“, das hat Schulleiterin Rosa Ritter von ihrer Mutter Rosa Fackler gelernt.

Zum Muttertag 2014 verraten Prominente aus der Region, was sie ihrer Mutter zu verdanken haben.

Rosa Ritter, Schulleiterin der Maria-Ward-Realschule in Mindelheim, über ihre Mutter Rosa, geborene Fackler: „Meine Mutter war eine sehr warmherzige Frau, die von ihren fünf Kindern geliebt und geachtet wurde. Sie starb bereits 1991 im Alter von 69 Jahren. Ich habe von ihr vieles gelernt und versuche ihr bis heute darin nachzueifern, Achtung vor Jedermann zu haben, mit Erwachsenen und Jugendlichen einen guten Umgang zu pflegen.

Zum Muttertag haben meine Geschwister und ich als Schulkinder etwas gemalt oder gebastelt, als wir älter waren einen Kuchen gebacken und ihr mit Klavier, Cello und Querflöte ein Ständchen gespielt. Es war uns wichtig, der Mutter zu zeigen, dass wir sie sehr mögen und ihr dankbar sind für ihre Sorge um uns und die ganze Familie.“ Dass heute an der Maria-Ward-Realschule so viel auch auf Kunst und Musik wert gelegt wird, geht indirekt also auf Rosa Ritter zurück, die Mutter der Schulleiterin.

Olli Hirle, Ehrenbürgerin von Mindelheim über ihre Mutter Genoveva Haeyder: „Ich bin sehr zufrieden und dankbar für meine Eltern. Meine Mutter hat mir die Liebe zu Heimat und Brauchtum und zum christlichen Glauben gegeben. Sie entstammte einer alten Bauernfamilie aus Rammingen. Im Alter von 82 Jahren ist sie gestorben. Am Muttertag haben wir Kinder immer Versla gemacht. Auf den Wiesen haben wir Margeriten und andere Wiesenblumen gepflückt und damit unsere Mutter erfreut. Sie war immer liebevoll und nett.“

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Hans-Joachim Weirather, Landrat über seine Mutter Antonia: „In meiner Kindheit in den 60er Jahren war das Rollenverhalten noch sehr typisch: Mein Vater arbeitete, meine Mutter kümmerte sich um die drei Kinder. Ich war das Nesthäkchen. Als kleiner Bub habe ich am Muttertag viele Jahre einen bunten Wiesenblumenstrauß für meine Mutter gepflückt. Damals waren die Wiesen noch sehr blütenreich. Und manchmal habe ich noch ein Bild gemalt. Typisches Motiv war unsere Familie – ich war auf diesem Bild natürlich der Kleinste von uns fünf.

Meine Mutter hat mir ein unglaubliches Maß an Verlässlichkeit, Vertrauen und Präsenz gegeben. Das gab mir Sicherheit als Lausbub, als Schüler und auch noch als Student. Beeindruckend finde ich: Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter ein einziges Mal schlechte Laune gehabt hätte. Außerdem war sie sehr bescheiden – deshalb gibt es auch nur wenige Fotos von ihr. Sie stand lieber hinter der Kamera.“

Ursula Kiefersauer, Mindelheimer Stadträtin und Seminarleiterin an Schulen, über ihre Mutter Gabriele Kiefersauer: „Meine Mutter war einfach immer da! Sie stand mir in vielen Situationen bei und gab mir die Chance, beruflich tätig zu sein. Wenn man sie brauchte, sprang sie ein und für meine Kinder war sie die ideale Oma, die sich für ihre Enkelkinder Zeit nahm. Sie besaß ein weites Herz für uns und für andere, fand immer ein gutes Wort und in großer mütterlicher Fürsorge hat sie sich um unsere Familie gekümmert.

Ein gemeinsames Essen und ein gedeckter Tisch, an dem die Familie zusammenkam, waren ihr als begnadeter Köchin so wichtig. Dazu war auch jeder Gast immer herzlich willkommen. Ihre wertvolle Grundeinstellung möchte ich auch meinen eigenen Kindern weitergeben.“

Paul Gruschka, Bürgermeister der Stadt Bad Wörishofen über seine Mutter Elfriede: „Wie wohl bei jedem Kind, hat auch meine Mutter eine ganz große Bedeutung für mich. Sie war immer für mich da, denn mein Vater war oft beruflich sehr belastet. Ihre Güte habe ich manchmal ganz schön strapaziert, wenn ich etwas angestellt habe. Von ihr habe ich recht gut kochen gelernt und kann ihr heute etwas davon zurückgeben, wenn ich am Wochenende für meine Eltern koche und sie damit entlaste. Meine Frau wurde wie eine Tochter in die Familie aufgenommen, wir sind bis heute eine Familie über mehrere Generationen, die sehr eng zusammensteht. Das ist hauptsächlich das Verdienst meiner Mutter; ich bin ihr sehr dankbar für alles! Ich persönlich bräuchte keinen Muttertag, um meiner Mutter Wertschätzung entgegenzubringen.“

Agnes Schragl, Kreisrätin und Unternehmerin, über ihre Mutter Agnes Rudolph: „Wir hatten ein sehr inniges Verhältnis. Meine Mutter ist 1986 im Alter von 65 Jahren an einem Gehirnschlag gestorben. Sie war für mich Chefin und engste Vertraute. Sieben Jahre lang habe ich in der elterlichen Brauerei und Gaststätte im Büro als Industriekauffrau gearbeitet. Für meine Kinder war sie eine tolle Oma. Ihr verdanke ich besonders viele Einblicke in Diplomatie und Verhandlungsgeschick. Das hat sie perfekt mit den Wirten gemacht. Am Muttertag bin ich als Erste aufgestanden und habe den Frühstückstisch gedeckt. Erst vor Kurzem habe ich einen meiner Briefe „An meine liebste Mutti“ wieder gefunden. Sie hat sie alle aufgehoben. Immer war sie für mich da, wenn ich Streicheleinheiten gebraucht habe.“

Schwester Esther, Oberin der Maria-Ward-Schwestern in Mindelheim, über ihre Mutter Theresia: „Mei, ich verdanke meiner Mutter ganz viel. Sie hat mir und meinen fünf Geschwistern ganz viel Zuwendung geschenkt und alles mit uns Kindern mitgemacht. Ich erinnere mich noch an einen Wettlauf, wo sie am Ende den kleinen Abhang hinuntergekugelt ist. Sie war eine lustige Mutter, die ihre Kinder einfach auch gemocht hat. Sie hat uns viel Freiraum gelassen und uns nicht so festgehalten wie manche Mütter heute, deren Kinder kaum atmen dürfen. Als ich ins Kloster wollte, hat sie gleich gesagt: ,Das ist deine Entscheidung.’ Von meiner Mutter habe ich die Gesprächigkeit geerbt – und sicher auch die Fröhlichkeit. Zum Muttertag haben wir ihr Karten gebastelt, aber riesig gefeiert wurde nicht. Das war ja eine ärmere Zeit.“

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