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Bad Wörishofen

08.11.2019

Mann spricht Kinder an: Polizei warnt vor Hysterie

Die Polizei sucht nach einem Unbekannten, der Kinder in Bad Wörishofen angesprochen haben soll.
Bild: Jan-Luc Treumann

Fahndung nach potenziellem Straftäter läuft auf Hochtouren. Polizeichef Maier sieht derzeit aber nur eine geringe Gefahr für die Schulkinder.

Große Verunsicherung hat die Nachricht ausgelöst, dass Kinder im Umfeld der Pfarrer-Kneipp-Grund- und Hauptschule von einem unbekannten Mann angesprochen worden sein sollen. Die Polizei Bad Wörishofen nimmt den Fall sehr ernst und hat alle polizeilichen Maßnahmen ergriffen, um dem mutmaßlichen Täter so schnell wie möglich auf die Schliche zu kommen.

Welche Maßnahmen das genau sind, wollte Polizeichef Thomas Maier natürlich nicht verraten, um den möglichen Täter nicht zu warnen. Maier will aber angesichts der bisherigen Faktenlage aber auch nichts dramatisieren und warnt eindringlich vor einer Überreaktion: Bislang liege noch nicht einmal eine konkrete Straftat vor, versucht Maier zu beruhigen. Angesichts der bislang vorliegenden Ermittlungsergebnisse bezeichnet Maier die aktuelle Gefahrenlage als gering.

Die bislang vorliegende Aussage eines zehnjährigen Buben, der von einem unbekannten Mann angesprochen wurde, der damit gelockt habe, ihm Katzenbabys zeigen zu wollen, sei aber absolut glaubhaft und daher nehme die Polizei den Vorfall auch sehr ernst.

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Das ist bislang in Bad Wörishofen bekannt

Mehrere Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren seien am Montag und Dienstag von dem Unbekannten angesprochen worden, die jedoch genau richtig reagiert hätten und gar nicht erst auf das seltsame Angebot eingegangen seien, sondern zuhause gleich ihren Eltern davon erzählt hätten. Die Kinder beschrieben den Mann als schlank und etwa 40 bis 50 Jahre alt. Er soll zu Fuß unterwegs gewesen sein und dunkle Bekleidung sowie eine schwarze Mütze getragen haben.

Noch am Mittwoch erhöhte die Polizei ihre Präsenz im Bereich um die Schule. Die verdächtige Wahrnehmung beruht laut Polizei momentan ausschließlich auf den Angaben der Kinder, weder das Schulpersonal noch andere Erwachsene teilten bislang deren Beobachtungen und Aussagen.

Das bestätigte auch Schulleiter Bernd Petzenhauser auf Anfrage unserer Zeitung. Bei Lehrpersonal und Eltern habe dies große Unruhe ausgelöst, entsprechend werde die Schule auch alles Denkbare tun, um die Kinder keinen Gefahren auszusetzen.

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Beruhigende und erklärende Gespräche mit den Kindern seien jetzt aber das Wichtigste, um dafür zu sorgen, dass Kinder in solchen Fällen eben genau so selbstbewusst und ablehnend in solchen Situationen reagieren, wie dies die Kinder in diesem konkreten Fall getan hätten. Gemeinsam mit Polizei und dem Elternbeirat werden laut Petzenhauser auch verschiedene Möglichkeiten besprochen, um die Sicherheit an und rund um die Schule weiter zu verbessern. Dies könne freilich auch nur eine „Momentaufnahme“ sein, warnte Petzenhauser aber auch vor übertriebenen Erwartungen.

Polizeichef Thomas Maier will jetzt erst einmal die noch zu erwartenden Zeugenaussagen auswerten und hofft weiter auf die Mithilfe der Bevölkerung. Noch immer sei es auch denkbar, dass es sich um ein Missverständnis handle. Von weitergehenden Belästigungen und sogar körperlichen Übergriffen, wie dies gerüchteweise behauptet wird, wisse die Polizei jedenfalls nichts.

Zeugenaufruf Die Polizeiinspektion Bad Wörishofen bittet um entsprechende Hinweise zu der gesuchten Person unter der Telefonnummer 08247/96800.

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