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Ausbildung

05.12.2019

Mittelschüler lernen im Salon oder Supermarkt

Auch an der Mittelschule in Mindelheim informierten sich Eltern ud Schüler bei einem Aktionstag über verschiedene Berufe. Vertreter von insgesamt 19 Betrieben berichteten über ihre Angebote.
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Auch an der Mittelschule in Mindelheim informierten sich Eltern ud Schüler bei einem Aktionstag über verschiedene Berufe. Vertreter von insgesamt 19 Betrieben berichteten über ihre Angebote.

Bei ihrem Berufsinfotag geht die Schule in Pfaffenhausen neue Wege

Einmal ausprobieren, ob ein Beruf auch wirklich Spaß macht: 94 Schüler und Schülerinnen der Grund- und Mittelschule Pfaffenhausen hatten die Gelegenheit, jeweils in zwei Betriebe zu gehen und selber mitzuarbeiten. Logistisch eine ganz schöne Herausforderung für die Schule und die Agentur für Arbeit, die dieses Projekt zusammen auf die Beine stellten. Manche Schüler waren in einem Betrieb in Pfaffenhausen und in einem weiteren in Kirchheim. Dafür wurden Busse eingesetzt. Eine Woche zuvor hatten sich Eltern und Schüler einen Abend lang in der Schule schon über Ausbildungsberufe informiert. Zehn Firmen aus der näheren Umgebung hatten ihre Betriebe vorgestellt.

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Beim Berufsinfotag durften vier Mädels im Salon von Friseurmeister Thomas Wagner Haare auf Lockenwickler drehen, mit einem Glätteisen Spirallocken drehen, kämmen, frisieren und sie lernten, wie ein schöner Zopf fürs Oktoberfest geflockten wird.

Im direkten Gespräch mit den Mitarbeiterinnen knüpften sie erste Kontakte und konnten sich überlegen, ob sie in diesem Betrieb ein Praktikum machen möchten. „Live erleben und mit allen Sinnen erfahren“ sei viel effektiver, als sich theoretisch über einen Beruf zu informieren, weiß auch Thomas Wagner.

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Er nimmt sich an diesem Tag zusammen mit seinem Team viel Zeit für die Schüler, für Kunden ist der Salon in dieser Zeit geschlossen. Sophie, Diana, Mayra und Sandra hatten soviel Spaß bei ihrer Schnupperstunde im Friseursalon, dass sie gar nicht genug bekommen konnten und zuletzt gedrängt werden mussten, wieder zurück zur Schule zu gehen. Und auch Rektorin Renate Förner legte Hand an, das wäre schon auch immer ein Beruf gewesen, der ihr gefallen hätte, gab sie zu.

Wie die Mitarbeiterinnen der Agentur für Arbeit, Katrin Bartenschlager und Yvonne Goldstein, berichteten, hatten andere Schüler auch bei Edeka eine aufschlussreiche Schnupperstunde. Aber auch bei der Firma Raico, bei Rampp Maschinenbau, der Stadler GmbH, der Xaver Lutzenberger GmbH, beim Zahnarzt Dr. Weber, im Metzgerladen Bader oder bei der Firma Mader waren an diesem Tag Schüler eingeladen mitzuarbeiten.

Am selben Abend stellten sich in der Mittelschule in Mindelheim 19 Betriebe und weiterführende Schulen vor. Schüler und ihre Eltern waren eingeladen jeweils in zwei Räumen der Schule Vorträge über Berufe zu hören, die bei den verschiedenen Firmen und Schulen erlernt werden können. Es gab Informationen darüber, was ein Auszubildender verdient, welche Begabungen und Vorraussetzungen notwendig sind. Beim „Abend der Berufe“ unter dem Motto „Entdecke deine Chance“ stellten nach den Begrüßungsworten der Schulleiterin Simone Frischholz auch Schüler der Klasse 9a in einer Power-Point-Präsentation ihre Praktika vor. In der 8. Klasse besuchen Schüler zweimal je eine Woche lang einen Betrieb, in der 9. Klasse ist nochmals eine Praktikumswoche vorgesehen. Landwirt, Uhrmacher, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Alten- oder Kinderpflegerin wollten die Schüler werden, die sich einig waren, dass die Praktika ihnen gut geholfen hätten, bei der Berufsorientierung.

Manfred Poppe, Ausbildungsbeauftragter an der Mindelheimer Mittelschule, erklärte, dass die 180 Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klassen an diesem Abend Laufzettel mitbekommen hätten, nach denen sie sich orientierten, wann sie sich in welchem Zimmer über zukünftige Berufe informieren könnten.

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