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Unterallgäu

29.11.2018

Mülltonnen sollen Chips bekommen

Die Mülltonnen im Unterallgäu sollen einen Chip bekommen.
Bild: Franz Kustermann

Der Landkreis Unterallgäu möchte den Service rund um die Müllentsorgung verbessern. Computerchips sollen dabei helfen.

Spätestens zum 1. Juli 2022 wird die Entsorgung von Bio- und Restmüll wieder neu ausgeschrieben. Der Landkreis Unterallgäu möchte zu diesem Zeitpunkt ein „Bürgerkonto Abfallwirtschaft“ einführen. Zentraler Punkt hierbei ist, den Service rund um die Müllentsorgung zu digitalisieren. Das berichtete Edgar Putz, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft am Landratsamt, bei einem Treffen der Unterallgäuer Bürgermeister in Niederrieden.

Demnach ist Folgendes geplant: Die An-, Ab- und Ummeldung von Mülltonnen soll künftig über das Internet beauftragt werden können – ebenso die Sperrmüllabholung. Der Gang zum Rathaus könnte somit entfallen und man würde schneller zur Sperrmüllkarte kommen. (Passend dazu: Im Unterallgäu kommt die Gelbe Tonne )

Auch ortsunkundige Fahrer sollen die Mülltonnen im Unterallgäu leeren können, ohne Straßenzüge zu vergessen

Angedacht ist auch, dass künftig jede Bio- und Restmülltonne mit einem sogenannten Ident-Chip ausgestattet wird. Im Gegensatz zum Unterallgäu haben laut Putz bereits fast alle umliegenden Landkreise Tonnen mit derartigen Chips. Mit dieser Digitalisierung der Müllbehälter kann zum Beispiel sichergestellt werden, dass auch ein ortsunkundiger Fahrer die Leerung durchführen kann, ohne dabei einen Straßenzug zu vergessen.

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Angedacht ist ferner, dass Rest- und Biomülltonnen über das Internet bestellt werden können. Zum Beispiel wenn man eine andere Tonnengröße möchte. „Die Lieferung erfolgt dann frei Haus“, sagte Putz. Darüber hinaus erwartet er von dem neuen System präzisere Aussagen über den Bestand und die Qualität der eingesetzten Behälter sowie Verbesserungen im Rahmen des Beschwerdemanagements. Um die angedachten Veränderungen umsetzen zu können, müssen die derzeit dezentral bei den Gemeinden gespeicherten Daten zentral erfasst werden. (Lesen Sie auch: Gelbe Tonne im Landkreis: Reicht eine Leerung im Monat? )

Die Gemeinden im Unterallgäu sollen Anlaufstellen und Ansprechpartner bleiben

Wie Edgar Putz weiter betonte, ist es ihm bei aller Digitalisierung wichtig, dass auch weiterhin die Gemeinden als Anlaufstellen und Ansprechpartner für die Bürger vor Ort zur Verfügung stehen.

Laut dem Leiter der kommunalen benötigt die Umstellung einiges an Vorlauf: Neben eines Software-Dienstleisters benötige man entsprechende Räumlichkeiten und Personal, ehe man mit der Datenübernahme beginnen könne. Der digitale Betrieb soll im Januar 2022 starten. Was die Möglichkeit anbelangt, den Ident-Chip für die Abrechnung der Müllgebühren einzusetzen, ist laut Putz – auch langfristig – nicht beabsichtigt.

Otto Göppel, Vorsitzender des Kreisverbands im Bayerischen Gemeindetag, will nun eine kleine Arbeitsgruppe mit Bürgermeistern bilden, die zusammen mit dem Landkreis das weitere Vorgehen festlegen und koordinieren soll.

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