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Waaghaus

07.02.2018

Nachschlag im Bürgermeister-Wahlkampf

Unser Archivbild zeigt die Kandidaten Oliver Briemle (links) und Christian Kähler bei der MZ-Podiumsdiskussion. Kähler war am Ende mit 72,1 Prozent der abgegebenen Stimmen der deutliche Wahlsieger.

Auch der unterlegene Kandidat Oliver Briemle meldet sich in der Diskussion zu Wort

Die Zukunft des Waaghauses war einer der wenigen Punkte, in dem sich die beiden Kandidaten um das Bürgermeisteramt im Wahlkampf 2016 deutlich unterschieden hatten: Christian Kähler (nominiert von CSU und SPD) sprach sich damals eindeutig für den Erhalt des Waaghauses aus, sein Gegenkandidat Oliver Briemle ( Freie Wähler) war dagegen. Briemle unterlag dann deutlich, Kähler bekam 72,1 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das Ergebnis war für viele auch ein Gradmesser für die Stimmung in der Türkheimer Bevölkerung zur Zukunft des Waaghauses.

Im Zuge der Diskussion um die bereits vom Gemeinderat beschlossene Sanierung des Waaghauses hat sich Oliver Briemle jetzt ebenfalls gemeldet – und liefert einen gehörigen Nachschlag zum verlorenen Bürgermeister-Wahlkampf.

Der Ablauf bei der Sanierung des Waaghauses sei aus Bürger Sicht schon einmalig, schreibt Briemle: „Erst wird ein Beschluss gefasst, das Waaghaus zu sanieren. Im nächsten Schritt wird ein Architektur-Büro beauftragt ein Konzept zu erstellen und stellt anschließend drei Varianten vor. Bei allen drei Vorschlägen reicht die vorhandene Hausgröße nicht aus und eine Erweiterung des Waaghauses wird notwendig. Was hat eine beschlossene historische Sanierung mit einem Erweiterungsbau zu tun?“ Briemle weiter: „Warum wurden dem Marktgemeinderat keine Nutzungs- und Belegungsberechnungen für die Büro- und Veranstaltungsräume von der Volkshochschule vorgelegt? Türkheim hat aktuell ausreichend Multifunktionsräume in den verschiedenen Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Nach meiner Recherche wäre die Volkshochschule in Türkheim die Einzige in Deutschland, mit eigenem Verwaltungs- und Schulungsräumen. Bei unserer Volkshochschule wäre ein Ressourcen-Management notwendig und keine neuen Räume.

Wie hoch sind die künftigen jährlichen Unterhaltungskosten bei einer Nutzung durch die Volkshochschule? Wie viel belastbare Planzahlen musste der Eissportverein vorlegen, um die Bürgschaft der Gemeinde für das Dach der Eishalle zu erhalten? Hier wird mit unterschiedlichen Maßeinheiten beurteilt“, ist Briemle überzeugt.

Wenn das Gebäude erhalten werden sollte, könnten laut Briemle „notwendige Reparaturarbeiten ausgeführt werden und dann steht das Waaghaus weiterhin die nächsten Jahrzehnte im Ort. Wer es nutzen möchte, der ist meiner Meinung nach für den Innenausbau selbst verantwortlich und kann sich sein Millionengrab selbst schaufeln.“ Briemles Fazit: „Der CSU-Bürgermeister Seemüller ist mit dem Steuerskandal in die Geschichtsbücher von Türkheim eingegangen. Wird Herr Kähler bei seinem ersten selbst initiierten Projekt der Bürgermeister mit der größten Steuerverschwendung Türkheims? Hoffentlich nicht“, so Oliver Briemle. (mz)

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