Newsticker

RKI meldet erneut mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Nah einkaufen und die Region stärken

22.07.2010

Nah einkaufen und die Region stärken

Warben gemeinsam für mehr Lebensqualität durch Nahversorgung: "ProNah"-Vorsitzender Hermann Kerler (links) und Gottfried Filser, Chef des Arbeitskreises "Bio Markt" Türkheim (rechts). Foto: Franz Issing
Bild: Franz Issing

Türkheim. "Genussvoll die Heimat schützen": Bei diesem Bestreben ziehen der Verein "ProNah Unterallgäu" und die Türkheimer Arbeitskreise "Bio Markt" und "Kreaktiv" an einem Strick. Die drei Organisationen warben in einer Veranstaltung bei den Konsumenten um "mehr Lebensqualität durch Nahversorgung". Der Slogan der Veranstaltung: "Wer weiter denkt, kauft näher ein". Diese Devise ging den Besuchern ins Ohr und zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.

"ProNah"-Vorsitzender Hermann Kerler und Gottfried Filser vom Arbeitskreis "Bio Markt Türkheim" führten plausible Gründe für den Nahkauf ins Feld. "Wer im Ort regionale und gesunde Lebensmittel einkauft, stärkt die heimische Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze und leistet einen Beitrag zum Umwelt - und Klimaschutz", hieß es. Als positiver Nebeneffekt komme hinzu: "Das Geld bleibt in der Region und erhöht ihre Wertschöpfung."

In einer Power-Point-Präsentation machte "ProNah"-Vorsitzender Kerler die Zusammenhänge zwischen Nähe, Versorgung und Lebensqualität transparent. Um zu zeigen, wie dies in der Praxis funktioniert, brachte er Aktivitäten des Vereins in den vergangenen zehn Jahren ins Spiel: so die Eröffnung des Erlebnisbades in Bedernau und des Mehrgenerationenhauses in Sontheim sowie die Initiativen "Bauen und Sanieren" in Pfaffenhausen und die Unterallgäuer Gesundheitswoche. Kerler plädierte für Kooperation von Kommunen, Vereinen und Gruppen und redete einer Vernetzung der Bereiche "Energie", "Wirtschaft", "Mobilität", "Forst,- und Landwirtschaft", "Freizeit", "Erholung", "Gesundheit", "Kultur" sowie "Bildung" und "Erziehung" das Wort. Nur gemeinsam lasse sich mehr Lebensqualität erreichen, machte er deutlich und legte nach: "Weil die Politik nicht alles richten kann, ist das Engagement jedes Einzelnen in der Gesellschaft gefragt." Der Referent zitierte dazu Willy Brandt: "Es ist wichtiger etwas im Kleinen zu tun, als groß darüber zu reden." Diese Weisheit ist bei den 200 ehrenamtlichen "ProNah"-Mitgliedern längst ungeschriebenes Gesetz.

Konsumenten von der Nahversorgung überzeugen

In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die Frage, wie kann man die Konsumenten von den Vorteilen der Nahversorgung überzeugen und sie in die regionalen Geschäfte locken kann. In diesem Zusammenhang kam auch das Thema "Gesamtenergiekonzept" Türkheim zur Sprache, das im Markt auf großes Interesse stößt. Am Ende war man sich einig, es sollte angesichts großen Gesprächsbedarfs weitere Treffen von "ProNah Unterallgäu" und der Arbeitskreise "Bio Markt" und "Kreaktiv" geben. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich bewusst: "Wer sich für die Nahversorgung starkmacht, profitiert auch vom Wissen anderer." Hier brachte Gottfried Filser einmal mehr den Türkheimer Bio-Markt als Plattform für die Vereine ins Spiel. "Wir freuen uns, wenn sich am Marienbrunnen was rührt und fleißig kommuniziert wird", bemerkte er. Ganz sicher rührt sich am 7. Oktober etwas , wenn auf dem als "Tag der Regionen" angekündigten Herbstmarkt Kunden aus nah und fern einkaufen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren