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Unterallgäu

29.07.2020

Neue Betrugsmasche im Allgäu: Falsche Bankmitarbeiter am Telefon

Unbekannte Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus und erfragen Zugangsdaten fürs Online-Banking. Die Polizei rät zur Vorsicht.
Bild: stock.adobe.com

Nach "falschen Polizisten" am Telefon scheinen "falsche Bankmitarbeiter" die neue Betrugsmasche zu sein. Im Unterallgäu sind schon zwei Fälle bekannt.

Ein 60-jähriger Mann aus dem Unterallgäu ist kürzlich Opfer eines Telefonbetrugs geworden. Wie die Kriminalpolizei Memmingen mitteilt, hat sich ein Unbekannter am Telefon als Bankmitarbeiter ausgegeben.

Die Masche lief wie folgt ab: Zuerst wurden verschiedene Kundendaten abgeglichen. Danach habe der Unbekannte vorgegaukelt, er müsse zum Abschluss der Überprüfung eine TAN-Nummer auf das Mobiltelefon des Kontoinhabers senden, erklärt die Polizei weiter.

Trickdiebstahl im Internet: Mit TAN-Nummer online 1.000 Euro überwiesen

Das Opfer gab später die TAN preis, mit welcher der Täter eine Online-Sofortüberweisung in Höhe von 1.000 Euro buchte. Das Geld konnte nach Bekanntwerden des Betrugs nicht mehr zurück überwiesen werden.

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Im Vorfeld war es dem Täter offenbar durch einen Trojaner gelungen, den Computer des Opfers auszuspähen und an persönliche Daten zu gelangen. Damit konnte die Legende des angeblichen Bankmitarbeiters untermauert, das Online-Banking des 60-Jährigen gehackt und für eigene Zwecke missbraucht werden.

Weiterer Fall im Allgäu bekannt: Opfer misstraut Anrufer


Wenige Tage zuvor meldete eine Frau aus einer Memminger Nachbargemeinde ebenfalls einen ähnlichen Betrugsversuch, bei dem sich die Täterschaft als Bankmitarbeiter ausgab. Die 57-Jährige wurde allerdings misstrauisch und erkundigte sich bei ihrem richtigen Bankmitarbeiter, so dass der Betrug aufflog und der Dame kein finanzieller Schaden entstand.

Die Polizei rät zur Vorsicht. In vielen Fällen nutzen Täter eine Technik, wodurch am Telefondisplays die tatsächliche Rufnummer ihres Geldinstituts angezeigt wird. Grundsätzlich sollten keine Konto- oder Bankdaten herausgegeben werden, so die Polizei weiter.

Opfer werden zuvor mit Schadsoftware ausgespäht

Die Beamten stellen fest, dass die Täter ihre Opfer nicht selten vorher ausspähen und hierzu etwa das Email-Postfach hacken. In diesem Zusammenhang sollte man das Öffnen von E-Mails und deren Anhängen von unbekannten Absendern unbedingt vermeiden. Die Nutzung von unterschiedlichen Passwörtern und die Installation eines aktuellen Virenschutzprogramms erschweren einen unberechtigten Datenzugriff von außen.

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