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Mindelheim

18.05.2020

Nicht alle Erstklässler dürfen heute in die Schule

Erstklässler kehren wieder in die Schulen zurück - aber nicht alle, zumindest an einer Schule in Mindelheim.
Bild: Alexander Kaya/Symbolfoto

Plus Während an den Grundschulen für die ABC-Schützen wieder ein Stück Normalität einkehrt, ist das an der Mindelheimer Förderschule nicht der Fall.

Für alle Eltern schulpflichtiger Kinder ist diese Corona-Zeit besonders fordernd. Wochenlang durften Mädchen und Buben nicht in die Schulen und mussten daheim lernen. Besonders hart traf es dabei Eltern von Förderschülern, die besondere Unterstützung brauchen. Noch darf erst ein Teil der 174 Kinder wieder in den Unterricht, die am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Mindelheim unterrichtet werden.

Auch für die Lehrer am Mindelheimer SFZ ist diese Zeit eine ganz besondere Herausforderung. Viele der Kinder leiden unter Konzentrationsstörungen und sind nicht ohne weiteres in der Lage, selbstständig zu arbeiten. „Darunter sind Kinder, die rund um die Uhr beschäftigt werden müssen“, sagt Schulleiterin Petra Eggert. Sie kann man nicht alleine Hausaufgaben machen lassen. Für viele Eltern, die ja im Beruf stehen, sei es nicht leistbar, sich so intensiv um ihre Kinder zu kümmern, wie das wünschenswert wäre.

Die Lehrer an der Förderschule haben viel ausprobiert

Die Lehrkräfte haben viel Neues ausprobiert. So wurden Lehrfilme für die Jüngsten gedreht, wenn ein neuer Buchstabe erlernt werden sollte. Und sie haben auch viel mit ihren Kindern telefoniert und sich Texte vorlesen lassen. Nur zwölf Kinder durften in die Schule, weil ihre Eltern entweder in systemrelevanten Berufen arbeiten oder weil sie von ihrer Mutter oder ihrem Vater allein versorgt werden.

Vor zwei Wochen durften die ersten Schüler wieder zurück in den Unterricht. Das war ein großes Hallo und alle seien unglaublich froh gewesen – Schüler wie Lehrer, sagt Eggert. Gestartet wurde mit den Neuntklässlern wie an den Mittelschulen auch. Seit voriger Woche sind auch die Viert- und Achtklässler zurückgekehrt. Am heutigen Montag kommen zu den 35 Schülern, die vorige Woche schon im Schulhaus waren, weitere 47 dazu. Das sind die Schüler, die in die 1A und die zweite Klasse gehen.

So geht es mit den anderen Klassenstufen in Mindelheim weiter

Die eigentlichen Erstklässler müssen aber noch zuhause bleiben. Das sind 26 Mädchen und Buben. Die Entscheidung haben das Kultusministerium und die Regierung von Schwaben so getroffen. Diese verlängerte Zeit daheim bringt die betroffenen Eltern in besondere Schwierigkeiten, weil viele schon ihren Jahresurlaub genommen haben, um ihre Kinder zu betreuen. Wie es mit allen anderen Klasssenstufen weiter geht, ist derzeit noch nicht endgültig entschieden. Sollte sich die Infektionsrate nicht grundlegend erhöhen, dürfte aber nach den Pfingstferien wieder Normalbetrieb an der Förderschule herrschen. Wie auch immer dann die Hygiene- und Abstandsvorschriften umgesetzt werden.

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Corona: So war der „erste Schultag“ in Mindelheim

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