1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Paula Print besucht Entenküken in der Wichtelstube

Türkheim

20.05.2019

Paula Print besucht Entenküken in der Wichtelstube

Copy%20of%206804%20ich%20bins%2c%20die%20Paula.tif
3 Bilder
Da staunt unsere Paule nicht schlecht: „Wie bitte? Diese Kleinen sollen mit mir verwandt sein?“
Bild: Maria Schmid

Unsere Zeitungsente besucht ihre „Verwandten“ in der Wichtelstube. Die kleinen Entlein werden dort liebevoll aufgezogen. Aber was passiert, wenn sie groß sind?

„O, sind die noch klein! Und die sollen mit mir verwandt sein?“ Paula Print, unsere Zeitungsente, staunt nicht schlecht. Sie sieht sich die kleinen, flauschig gelben, lebenden Verwandten mit den Mini-Flügelchen genau an. Sie denkt sich: „Hm, mit denen kann ich ja wohl noch nicht spielen. Die sind ja so winzig.“

Die jüngsten Bewohner der „Wichtelstube“ in Türkheim sind dort auf jeden Fall herzlich willkommen. Das zeigen die 13 Kinder und ihre Betreuerinnen sehr deutlich, indem sie sich rund um den Laufstall stellen und gemeinsam mit Paula die kleinen, piepsenden Schnatterlieschen bestaunen. Der Laufstall steht auf der Spielwiese, ganz hinten geschützt unter den Sträuchern, damit der kalte Wind der Eisheiligen sie nicht erwischt.

Die Kinder der Türkheimer Wichtelstube schauen den Enten gerne beim Fressen zu

Paula legt sich auf die Schachtel, die im Laufstall steht und schaut auf ihre winzigen Verwandten herunter. Sie wundert sich, dass die fünf Laufentenküken immer ganz schnell gemeinsam in eine Ecke flüchten. Haben sie etwa Angst vor ihr? Oder sind es die vielen neugierigen Augen der Kinder, die ihnen unbedingt beim Fressen zuschauen wollen. „Nun“, denkt Paula, „das müssten sie ja doch schon gewohnt sein.“

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Immerhin ist das letzte der Fünf am Montag, 6. Mai, aus seiner Eierschale geschlüpft. Eigentlich waren es sechs Eier, so erzählt Kinderpflegerin Vera Redekop. Doch eines habe es nicht geschafft, auch nicht durch die Wärme im Brutkasten. Sie hatte die sechs Enteneier auf dem Taubenmarkt in Buchloe gekauft.

In der Wichtelstube wurde Geburtshilfe geleistet

Alle waren schon befruchtet. Sie brauchten aber auf jeden Fall die Wärme im Brutkasten, um zu wachsen und schließlich aus ihren Eierschalen schlüpfen zu können. Vier haben es aus eigener Kraft geschafft. Bei einem, so erzählt Vera Redekop, da habe nur das Schnäbelchen herausgeschaut.

Das Entlein hatte jedoch nicht die Kraft, die Schale ganz zu zerbrechen. Geburtshilfe war angesagt. Paula hört sehr aufmerksam zu. Sie liegt inzwischen auf einem Hocker im Zimmer, in dem die winzigen Entenküken sich von dem Ausflug ins Freie in ihrer mit Stroh ausgelegten Kiste ausruhen können, und schaut hinein. Dort unten kuscheln sich die Minis ganz eng aneinander.

So fühlen sie sich am wohlsten. Sie brauchen die Nähe zueinander und die Wärme, die sie sich gegenseitig spenden. Auf dem Schoß von Petra Rohrmoser, der Leiterin der Wichtelstube, hat es sich inzwischen Dana gemütlich gemacht und ist eingeschlafen. Doch auch sie hat den ganzen Werdegang miterlebt und gestaunt, wie aus einem Ei so ein kleines, gelbes Kuschelwesen heranwächst und schließlich das Licht der Welt erblickt.

Paula Print wünscht den Türkheimer Entenküken alles Gute

Mit einer Taschenlampe konnten die Kinder in die Eier hineinleuchten und das Wachsen miterleben. Vera Redekop hat das alles nicht nur in Zeichnungen, sondern auch in Filmen festgehalten, sodass auch die Eltern zu Hause das miterleben konnten. Diese kleinen Laufenten sind die ersten Enten in der Wichtelstube. Bisher waren es alle zwei Jahre Küken von Hühnern, die sie beobachteten.

Aber auch Raupen, die sich in wunderschöne Schmetterlinge verwandelten, gehörten schon zu kleinen tierischen Erlebnissen, die immer wieder sehr spannend sind. Paula möchte noch wissen, was die Entenküken zu fressen bekommen. „Nun, da gibt es klein geschnittenen Löwenzahn, zerdrückte Bananen, Gurken und Kraftfutter“, erläutert die Kinderpflegerin. Besuch bekommen die Küken natürlich auch von den Kindern der Maxigruppe und von ehemaligen Kindern der Wichtelstube.

„Und was ist, wenn die Enten ausgewachsen sind?“ Paula will auch das genau wissen. Sie möchte nämlich, dass es den kleinen Enten auch weiterhin gut geht. Nun, zwei Enten nimmt Vera Redekop mit zu sich nach Hause. Für die anderen drei hat sich bereits ein neues Zuhause gefunden. Die Eltern eines Kindes aus der Wichtelstube werden sie bei sich aufnehmen. Damit ist Paula Print sehr zufrieden. Sie wünscht den Entenküken alles Gute und freut sich über dieses tolle Erlebnis.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren