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Mindelheim

02.07.2020

Personelle Veränderung bei der Genobank Unterallgäu

Anton Jall (links) hat seit gestern einen neuen Vorstandskollegen. Der 43-jährige Christian Engelbert Maier ist zur Genossenschaftsbank Unterallgäu als Vorstand gewechselt.
Bild: jsto

Plus Die Bank aus dem Unterallgäu stellt sich neu auf. Es ändert sich etwas im Vorstand. Wie das Geldhaus mit der Corona-Krise umgeht.

Erst vor wenigen Tagen feierte er seinen 43. Geburtstag, und seit gestern hat er eine neue, verantwortungsvolle Aufgabe übernommen: Christian Engelbert Maier ist neues Vorstandsmitglied der Genossenschaftsbank Unterallgäu mit Sitz in Mindelheim. Die Bank stellt sich derzeit personell neu auf, weil der derzeitige Vorstandsvorsitzende Manfred Rockenfeller Ende des Jahres in Ruhestand gehen wird.

Neue Führung bei der Genossenschaftsbank

Rockenfeller wird dann 17 Jahre lang die Genossenschaftsbank Unterallgäu nach außen vertreten haben. Seine Nachfolge tritt Anton Jall an, der seit vielen Jahren dem Vorstand angehört. Jall ist auch Kreisvorsitzender der Genossenschaftsbanken im Unterallgäu. Für Jall rückt nun Christian Maier nach.

Maier lebt in Dickenreishausen bei Memmingen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder – eine elfjährige Tochter und einen neunjährigen Sohn. In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis und ist deshalb gleich bei zwei Tennisclubs Mitglied: in Memmingen und seinem Wohnort Dickenreishausen.

Christian Maier hat das Bankgeschäft von der Pike auf erlernt. Er stammt aus dem Unterallgäu. Nach Stationen bei der VR-Bank Memmingen und der Walser Privatbank im österreichischen Kleinwalsertal wechselte der diplomierte Bankbetriebswirt zur Sparkasse Neu-Ulm-Illertissen. Dort war er stellvertretendes Vorstandsmitglied und Bereichsleiter des Markt-Service-Centers/Sonderkredite.

Prüfung bei Krediten

Sein besonderer Schwerpunkt liegt im Risikomanagement, in der Gesamtbanksteuerung und bei Prozessen. Daher wird Christian Maier in Mindelheim den Betriebsbereich der Genossenschaftsbank Unterallgäu verantworten. Er wird also mit scharfem Auge prüfen, welche Risiken bei der Vergabe von Krediten für die Bank entstehen.

Erfreut über die Neubesetzung äußerte sich schriftlich auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaftsbank Unterallgäu, Rudolf Jackel. „Der Aufsichtsrat freut sich, mit Herrn Maier ein hochqualifiziertes Vorstandsmitglied gewonnen zu haben“. Mit Blick auf die immer herausfordernden Zukunftsthemen und der Tatsache, dass auch Herr Jall nur noch wenige Jahre an Bord sein wird, „erreichen wir mit dieser Nachbesetzung auch eine Verjüngung im Vorstand und damit eine längerfristige Lösung für die Bank“. Jall will in drei Jahren seinen Ruhestand antreten.

Die Genossenschaftsbank Unterallgäu deckt rund ein Drittel des Landkreises Unterallgäu ab. Die Bank hat zehn Geschäftsstellen, die sie auch in Zukunft halten will. Die Bilanzsumme des Vorjahres lag bei 1137 Millionen Euro.

So geht die Unetrallgäuer Bank mit der Corona-Krise um

171 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt das Unternehmen. Die Corona-Krise hat der Genossenschaftsbank Unterallgäu viel zusätzliche Arbeit verschafft. Auf Kurzarbeit verzichtete das Unternehmen. Viele Kreditlinien mussten überprüft und teilweise gestreckt werden.

Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, hat die Genossenschaftsbank ganze Abteilungen von Zuhause aus arbeiten lassen. Anton Jall sagt, er könne sich nach den guten Erfahrungen vorstellen, dies in Teilen der Belegschaft zu einer Dauereinrichtung zu machen. Die Flexibilität ließe sich so erhöhen. Die Digitalisierung werde durch Corona einen Schub erfahren, ist sich Jall sicher. Auch über die Beziehung Kunde – Bank müsse man sich Gedanken machen. Am ländlichen Filialnetz von Markt Wald, über Markt Rettenbach bis Sontheim und Hawangen soll sich aber nichts ändern.

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