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Polizeieinsatz

25.02.2017

Prostituierte zerschlagen mit Axt Fernseher

Weil ihnen die angebotene Geldsumme für ihre Dienstleistungen zu niedrig war, stritten zwei Prostituierte mit einem Freier - und zerschlugen seinen Fernseher.
Bild: Archiv Kaya

Heftiger Streit im Wohnzimmer eines Freiers ruft die Polizei auf den Plan.

Zwei Prostituierte sind mit einem Freier in einem 840-Einwohner-Dorf im westlichen Unterallgäu heftig in Streit geraten und haben in seinem Wohnzimmer mit einer Axt dessen Fernseher zerhackt. Der 52-Jährige hatte sich die beiden jungen Frauen (24 und 25 Jahre) für amouröse Dienste ins Haus eingeladen. Dann kam es aber schon vor der verabredeten Dienstleistung zum Streit, weil die Damen mehr als die zunächst ausgemachten 150 Euro haben wollten. Der Mann forderte darum sein Geld zurück, was die Frauen aber verweigerten. Deshalb nahm der 52-Jährige einer der Prostituierten das Mobiltelefon weg. Das bewog die beiden dazu, das Geld wieder herauszurücken. Als sie dann die Wohnung verlassen wollten, um in ein Taxi einzusteigen, stellte der Mann fest, dass die Frauen seinen Fernseher mit einer Axt zerschlagen hatten.

Er rief die Polizei. Eine der beiden Prostituierten wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen, dass ihr Geldbeutel durchsucht wird, kratzte und trat nach den Beamten, einer wurde leicht verletzt. Die Frau wurde vorübergehend gefesselt. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Sachbeschädigung.

Zudem ist Prostitution in Bayern nur in Kommunen über 30000 Einwohner erlaubt. Diese Regel nicht zu beachten, stellt für die Prostituierten als Gewerbetreibende eine Ordnungswidrigkeit dar (für den Freier hingegen nicht).

Da die beiden Frauen aus Osteuropa stammen und in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben, mussten sie – um eine Untersuchungshaft zu vermeiden – eine Sicherheitsleistung in Höhe von 600 Euro hinterlegen. (mab)

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