Konzert

30.04.2019

Purer Hörgenuss

Beim Jahreskonzert der Loppenhauser Musikanten durfte ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster (3. von rechts) gemeinsam mit Dirigent Andreas Höpfl (links) und den drei Vorsitzenden Manfred Bisle (2. von links), Sonja Nusser (rechts) und Markus Kraus (2. von rechts) verdiente Mitglieder auszeichnen: (weiter von links) Andreas Schorer (15 Jahre), Michael Lampert, Tobias Nusser und Jürgen Götz (alle 25 Jahre) sowie Manfred Gropper (40 Jahre).
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Beim Jahreskonzert der Loppenhauser Musikanten durfte ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster (3. von rechts) gemeinsam mit Dirigent Andreas Höpfl (links) und den drei Vorsitzenden Manfred Bisle (2. von links), Sonja Nusser (rechts) und Markus Kraus (2. von rechts) verdiente Mitglieder auszeichnen: (weiter von links) Andreas Schorer (15 Jahre), Michael Lampert, Tobias Nusser und Jürgen Götz (alle 25 Jahre) sowie Manfred Gropper (40 Jahre).

Die Loppenhauser Musikanten reißen ihr Publikum beim Jahreskonzert zu Begeisterungsstürmen hin

Selten gibt es bei einem Jahreskonzert der Blasmusik ein so großes Schlagzeugsolo für zwei Drummer zu hören wie kürzlich in Loppenhausen. Die beiden Schlagzeuger nahmen beim Stück „Lieblingstrommler“ nicht hinten Platz, sondern saßen direkt vor den Zuhörern auf der Bühne. Für diese Besonderheit musste die österliche Deko zur Seite rücken und Markus Höpfl sowie Philipp Schmid zeigten eindrucksvoll, was sie so draufhaben – und alle Facetten des rhythmischen Registers. Beim flotten Marsch hatten sie ihren großen Auftritt als virtuose Meister der Perkussion und ernteten tosenden Applaus. Denn die beiden beherrschen ihr Schlagwerk perfekt und jeder, der bis dahin noch keinen Rhythmus gefunden hatte, war spätestens nach ihrem Auftritt voll dabei.

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Aber auch sonst war das musikalische Repertoire der Loppenhauser Musikanten schier unerschöpflich. Sie zeigten sich in Höchstform und demonstrierten beste Blasmusik unter ihrem Dirigenten Andreas Höpfl.

Schon der Beginn des festlichen Konzertmarsches „Euphoria“ war geprägt durch häufige Wechsel von Rhythmus und Melodie. Die Polka „Zeit für uns“ und „Musikantenzauber“ waren schwungvoll intoniert und jeder Freund des guten Gesangs kam in Loppenhausen auf seine Kosten. Denn Uschi Diefenbach, Michael Lampert, Isabell Wengler und Lukas Frei sorgten mit ihren zauberhaften Stimmen für wahre Gänsehautmomente. Ganz egal ob gefühlvoll oder stimmgewaltig – für jede Musikrichtung war in Loppenhausen gesorgt. Beim Walzer „Im schönen Prag“ sowie der Polka „Rosmarie“ wurde im Duett gesungen, was das Publikum zum Mitklatschen animierte. Die wunderschöne Kultballade „Hymn“ war mystisch und die Musikanten und die vier Sängerinnen und Sänger machten den Evergreen zu einem wahren Ohrenschmaus.

Purer Hörgenuss

Stücke von Ernst Mosch und Alexander Pfluger gehören bei den Loppenhauser Musikanten ins feste Repertoire. „Das liegt vielleicht auch daran, dass Dirigent Andreas Höpfl schon seit etlichen Jahren fester Bestandteil der Band ,Die Schwindligen 15‘ ist, die unter der Leitung von Alexander Pfluger weit bekannt sind“, stellte ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster fest. Einige Lieder der Band gehören deshalb zum Pflichtprogramm des Jahreskonzerts und beim Stück „Andi spielt auf“ legte Andreas Höpfl den Taktstock beiseite und zeigte als Solist am Tenorhorn sein besonderes Können.

Der „Egerländer Musikantenmarsch“ erfreute die Zuhörer ebenso wie die „Gartenpolka“, die durch Gesangsparts von Uschi Diefenbach und Lukas Frei gelungen untermalt wurden. Rasant, temperamentvoll und feurig wurde es beim „Wild wild Bohemia“ und mit der „Fernweh Polka“ und dem Walzer „Böhmisch-Katholisch“ ging es harmonisch weiter. Sängerin Isabell Wengler intonierte den Schlager „Give me back my love“ sehr gefühlvoll und auch Florian Zanker hatte mit seiner Solo-Trompete einen kurzen Auftritt.

Mit den Hits der 60er Jahre zeigte das Blasorchester alle Facetten der Blasmusik und bei diesem Medley durften Songs wie „Ich will ’nen Cowboy als Mann“, „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ und „Ich will keine Schokolade“ nicht fehlen, die Isabell Wengler und Michael Lampert sangen.

Am Ende des sportlichen und anspruchsvollen Konzertprogramms wurde der Schlössle-Saal mit dem konzertanten Blasmusikwerk „Highland Cathedral“ mit beruhigenden und wohlklingenden Melodien nach Schottland katapultiert und die Hymne erstrahlte in der Blasmusik-Version sakral anmutend, wie es schöner wohl nicht sein könnte.

An diesem Abend blieben Jubelrufe und zahlreiche Beifallsstürme nicht aus und die Zuschauer durften die besten Stücke des Konzerts per Klatsch-Voting auswählen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte. Denn die Unterschiede der Begeisterungswellen waren bei den Titeln nur schwer herauszuhören und letztendlich ging mit „Hymn“, „Give me back my love“ und den beiden „Lieblingstrommlern“ Philipp Schmid und Markus Höpfl ein schöner Abend mit purem Hörgenuss gelungen zu Ende.

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