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Mindelheim

12.01.2019

Rund 300 Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt

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Altlandrat Hermann Haisch mit seiner früheren Mitarbeiterin Ingrid Friedrich, die inzwischen auch den Ruhestand genießen kann.

Mindelheim pflegt den Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Behörden. Die Gäste kommen beim Festabend im Forum miteinander ins Gespräch.

Wo stehen wir, wo wollen wir hin? Diese Fragen stellen sich die meisten jedes Jahr neu in der Zeit des Jahreswechsels. Auch eine Stadt wie Mindelheim tut das. Sie wählt dazu seit Jahren die Form des Neujahrsempfangs im Forum, wo Vertreter der Politik, der Wirtschaft, der Kirchen, Behörden sowie zahlreiche Ehrenamtliche, die das Leben in der Stadt bereichern, miteinander ins Gespräch kommen.

Rund 300 Gäste waren diesmal der Einladung von Bürgermeister Stephan Winter gefolgt und trotzten damit dem starken Schneefall. Mindelheim stehe gut da, sagte Winter. Die Stadt mit ihren 15 600 Einwohnern biete 11 400 Arbeitsplätze. Eine Reihe von Anfragen für weitere Betriebsansiedlungen lägen der Stadt vor. Die Ausweisung neuer Bauflächen im Süden der Stadt werde allerdings von Jahr zu Jahr schwieriger.

Die Finanzlage der Stadt beschreibt Winter als gesund. Die politische Großwetterlage bleibe wohl auch für Mindelheim nicht ohne Folgen. Alte Verlässlichkeiten zwischen Europa und den USA schwinden, die Welthandelsordnung werde infrage gestellt. US-Präsident Trump kündige ein Abkommen nach dem anderen auf. Auch die Europäische Union stehe nicht gut da.

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Bürgermeister Winter dankte den Firmenchefs in Mindelheim

Die Mobilität führe zu großen Umwälzungen. Noch sei offen, wie Autos künftig angetrieben werden – ob mit Elektro, Brennstoffzelle oder Hybrid. Mindelheimer Firmen stünden hier vor großen Herausforderungen. Der Bürgermeister dankte den Firmenchefs, dass sie die notwendigen Vorkehrungen getroffen hätten, um sich diesen Umbrüchen und rapiden Veränderungen erfolgreich stellen zu können.

Die Stadt sieht sich vor allem in der Verantwortung, weiter für gute Bildung der Kinder zu sorgen. Der Bürgermeister erwähnte daher den Ausbau der Kindertagesstätten. Vor allem aber würden mehr barrierefreie und preisgünstige Wohnungen gebraucht. „Anders gesagt: mehr Wohnungen für junge Familien und Alleinerziehende sowie für ältere Menschen.“ Der frühere Staatsminister Franz Josef Pschierer lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Bürgermeister Winter und Landrat Hans-Joachim Weirather. Er sprach von einer gemeinsamen Leistung zum Wohle Mindelheims. Wirtschaftlich rechnet Pschierer mit einer „Eintrübung“.

Für heuer hat sich der Abgeordnete zwei Dinge vorgenommen: die Hochleistungsmedizin im Kreisklinikum in Mindelheim zu erhalten. Das sei schon dem großartigen Mäzenatentum der Familie Grob geschuldet, sagte er sinngemäß. Dazu hält Pschierer eine Klinikfusion für notwendig. Memmingen gegenüber habe sich der Landkreis immer offen und transparent verhalten. Weitere Herausforderung: mehr Wohnraum zu schaffen. Mindelheim sei attraktiver Standort und zunehmend für Münchner interessant.

Auch Landrat Hans-Joachim Weirather ging auf die Lage der Krankenhäuser ein. Ins Klinikum Ottobeuren würden 2021/22 rund 25 Millionen Euro investiert. Das Mindelheimer Krankenhaus wird 2022 für knapp 50 Millionen Euro nahezu komplett erneuert, sagte der Kreischef. Das Klinikum werde neue OP-Säle, neue Funktionsdiagnostik und verbesserten Brandschutz erhalten. Auch Weirather würdigte die Großspende der Familie Grob über zwei Millionen Euro. Als Motto gab Weirather für 2019 aus, die Kreisstadt weiter auf Erfolgskurs zu halten.

Die Akkordeongruppe der Sing- und Musikschule von Mindelheim sorgte für einen festlichen Rahmen

Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch das Akkordeonensemble Just air der städtischen Sing- und Musikschule unter Leitung von Helga Knoll-Zettl, das sich über viel Beifall freuen durfte.

Moderiert hat den Empfang, wie bereits in den Jahren zuvor, auch Kulturamtsleiter Christian Schedler. Dabei ging er auf den Ukas des Staatlichen Schulamtes von dieser Woche ein. Schedler sagte: „Wegen katastrophaler lebensbedrohlicher Lebensbedingungen“ sei den meisten Schulen drei Tage Sonderferien verschafft worden. Zu seiner Schulzeit habe man das einfach Winter genannt.

Hier finden Sie den Artikel über die Rede von Robert Antretter beim Neujahrsempfang:

Robert Antretter ruft die Jungen auf: Geht in die Parteien

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