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Rettungswesen

12.08.2016

Schlagkräftiger Feuerwehrnachwuchs

Auch mit schweren Atemschutzgeräten müssen die jungen Feuerwehrleute im Ernstfall umgehen können. Hier retten sie Menschen aus einer Lagerhalle, in der es zu einer fiktiven Explosion gekommen ist.
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Auch mit schweren Atemschutzgeräten müssen die jungen Feuerwehrleute im Ernstfall umgehen können. Hier retten sie Menschen aus einer Lagerhalle, in der es zu einer fiktiven Explosion gekommen ist.

Bei einer Großübung stellen sich die Jugendlichen aus Ettringen, Siebnach, Mindelheim und Schwabmünchen gemeinsam den Folgen einer fiktiven Explosion

In der Maschinenhalle eines landwirtschaftlichen Anwesens am Radweg zwischen Siebnach und Ettringen lösen Reparaturarbeiten an einem Traktor eine Explosion aus. Im Nu greifen die Flammen auf die übrige Einrichtung über und dichter Qualm erfüllte das Innere des Gebäudes. In der Halle werden fünf verletzte und bewusstlose Personen vermutet, die gesucht und geborgen werden müssen. Probleme bereitet zusätzlich ein Gaffer. Der Mann fährt an dem brennenden Gebäude vorbei, lässt sich von dem Geschehen ablenken und rammt einen Holzstoß. Der Mann wird in seinem Fahrzeug eingeklemmt und braucht dringend Hilfe.

Mit diesem Szenario sahen sich die Jugendfeuerwehren aus Mindelheim, Ettringen, Siebnach und Schwabmünchen bei einer Landkreis übergreifenden Großübung konfrontiert. Schon wenige Minuten nach der vom Einsatzleiter Tobias Reiber ausgelösten Alarmierung trafen mit Sirenengeheul und Blaulicht zwölf Einsatzfahrzeuge auf dem Übungsgelände ein. Mehr als 100 junge Retter rückten aus und dem Feuer zu Leibe. Sie verlegen in Windeseile etwa 600 Meter Schläuche und verbinden sie mit einem Unterflurhydranten bei benachbarten Wohngebäuden. Wasser wird auch vor Ort aus dem nahen Mühlbach entnommen.

Während mehrere Feuerwehrleute den fiktiven Brand von außen aus vollen Rohren bekämpfen, um ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern, dringen andere mit schweren Atemschutzgeräten in das Innere der Maschinenhalle ein. Dort suchen sie nach den bewusstlosen Personen. Der Feuerwehrnachwuchs macht seine Sache gut. Schnell entdecken die Retter die Vermissten und bringen sie auf Tragen aus dem Gebäude. In einem eigens errichteten Zelt werden sie versorgt. Auch der in seinem Fahrzeug gefangene Fahrer muss nicht lange auf seine Befreiung warten. Viele Schaulustige verfolgten am Rande des „Brandherdes“ die Löscharbeiten. Von deren Effizienz überzeugten sich auch Bürgermeister Robert Sturm, wie auch Bezirksjugendwart Willi Sauter. Schon nach 60 Minuten ist die Situation unter Kontrolle und die jungen Feuerwehrler treten zur Manöverkritik an. „Die Großübung hat wie am Schnürchen geklappt“, lobt Jugend- und Einsatzleiter Tobias Reiber die Schlagkraft und gute Zusammenarbeit der Truppe.

Die befreundeten Jugendfeuerwehren Siebnach, Ettringen, Mindelheim und Schwabmünchen proben alle drei Jahre den Ernstfall.

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