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Kirchheim

11.12.2019

Seit 50 Jahren kommt der Nikolaus nach Kirchheim

Der Kirchheimer Adventszauber ist für seine große Engelsschar bekannt. Doch der Besuch des Nikolaus’ ist nicht der einzige Programmpunkt des zweitägigen Adventsspektakels.
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Der Kirchheimer Adventszauber ist für seine große Engelsschar bekannt. Doch der Besuch des Nikolaus’ ist nicht der einzige Programmpunkt des zweitägigen Adventsspektakels.

Zum Kirchheimer Adventszauber erscheint der Himmelsbote wieder mit seinem Gefolge von vielen Engelchen. Doch es gibt auch Neuerungen im Fuggermarkt.

Seit genau 50 Jahren kommt St. Nikolaus in den Fuggermarkt, und seit 17 Jahren gibt es den Kirchheimer Advent. Darauf machte Bürgermeister Hermann Lochbronner bei seinem letzten Auftritt im Rahmen des Nikolauseinzuges aufmerksam. Rund um das Rathaus kam bei Glühwein und Spezialitäten an zwei Tagen vorweihnachtliche Stimmung auf. Ein buntes Rahmenprogramm lockte viele Besucher nach Kirchheim. Lediglich der fehlende Schnee trübte ein wenig die Stimmung.

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Nikolauseinzüge gibt es im ganzen Land. Aber nirgends wird der Himmelsbote von so vielen Engeln begleitet. Die „Engel-Mütter“ Diana und Erika Defrancesco hatten wieder für dieses unglaubliche Bild gesorgt. Und so kam der heilige Nikolaus mit seinem Gefolge: Fackelträger, Blasmusik und vielen rauen Gesellen. Bürgermeister Hermann Lochbronner erinnerte daran, dass vor genau 50 Jahren, also 1969, der erste Nikolauseinzug stattgefunden hatte. Damals wurde nur an einem Tag gefeiert, seit 17 Jahren gibt es nun den Kirchheimer Advent.

Mit einer großen Engelsschar zog der Nikolaus zum Kirchheimer Adventszauber ein. Und auch sonst war einiges geboten - wie unsere Bilder zeigen.
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Nikolaus mit Engelsschar beim Adventszauber Kirchheim
Bild: Willi Unfried

Bürgermeister Hermann Lochbronner durfte wie in den vergangenen Jahren den Stab des heiligen Bischofs halten. Dieser ermahnte nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen, sich mit voreiligen Schlüssen und Urteilen gegenüber anderen Menschen zurückzuhalten. Man wisse nie, was der Andere für Schicksale zu verarbeiten habe. Nach einem gemeinsamen Lied wurden die jüngsten Bewohner des Ortes von den Himmelsboten beschenkt.

Seit 50 Jahren kommt der Nikolaus nach Kirchheim

Auf dem Märktle im Kirchheimer Rathaus konnte man Geschenke einkaufen

Neben den üblichen Weihnachtsbuden mit Glühwein, heißen Maronen, Waffeln und Schweinsbratwürstchen, gibt es auch immer ein kulturelles Rahmenprogramm. Das „Märktle“ im Rathaus wurde schon vor dem Nikolauseinzug offiziell eröffnet. Gab es früher bei den Ausstellungen immer ein offizielles Motto, so musste heuer improvisiert werden, weil eine der Initiatorinnen, Hildegard Maier, etwas „schwächelte“. Zusammen mit Beate Gaßner entwickelte sie die Idee des Märktles. Sie fanden Unterstützung in Krumbach bei den Damen des Handarbeitskreises. Und so konnten die Besucher über Posamentenbesätze von Monika Hoede staunen oder sehen, was Ellen Heinzel aus Kaffeekapseln so alles zaubert. (Mehr über das Märktle erfahren Sie hier: Kunsthandwerk beim Kirchheimer Adventszauber)

Donata Gräfin von Fugger hatte die Idee des persönlichen Wunschzettels für Jung und Alt. Mit diesem Brief konnte man einem „Lieben“ (Mann, Frau oder Verwandten) über die himmlische Hintertür seine Wünsche äußern. Wunschzettel können noch bis Ende der Woche im Rathaus abgegeben werden. Die Gräfin wird dafür sorgen, dass der Wunschzettel an die richtige Person kommt. Und um langes Suchen zu ersparen, gab es gleich eine Liste der Kirchheimer Geschäfte mit, die den Wunsch realisieren könnten. Und dies nicht ohne Hintergedanken: „Wir wollen, dass die Kaufkraft in Kirchheim bleibt“, erklärte die Gräfin den tieferen Sinn ihrer Aktion.

Ein Adventskalender voller Nettigkeiten in Kirchheim

Und dazu gab es noch einen etwas anderen Adventskalender: Der Adventskalender voller Nettigkeiten ist ein Wegweiser durch die Vorweihnachtszeit mit Tipps, die zwischenmenschlichen Beziehungen mit Geschenken, die nicht viel kosten, zu verbessern. Am 12. Dezember wird zum Beispiel vorgeschlagen, jemanden anzurufen, von dem man schon lange nicht gehört hat, Oder am 13.: Backe Plätzchen für deine Nachbarn.

Und für den 24., dem Heiligen Abend, gibt es einen Tipp für ein stressfreies Fest: „Versuche nicht dein schönstes Fest zu toppen, sei heute einfach nur glücklich!“ Das ließen sich die Kirchheimer nicht zweimal sagen: Zwei Tage lang sah man rund um das Rathaus nur glückliche (Kinder-)Augen. Weihnachtslieder der Kindergärten, Musik in kleinen Bläsergruppen oder ein Kindermusical sorgten an beiden Tagen weiter für vorweihnachtliche Stimmung.

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