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Projekt

04.09.2019

Singen ist ein Genuss – in jedem Alter

Mit dem Kanon: „Lachend kommt der Sommer“ brachte Sanni Risch die Sängerinnen im Garten des Kurhotels Schick in Schwung. Die Idee zu diesem Projekt hatte Stephanie Hertel-Steger vom Hotel.
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Mit dem Kanon: „Lachend kommt der Sommer“ brachte Sanni Risch die Sängerinnen im Garten des Kurhotels Schick in Schwung. Die Idee zu diesem Projekt hatte Stephanie Hertel-Steger vom Hotel.

Auch die zweite Singwoche mit Sanni Risch begeistert Teilnehmer und Zuhörer

Singen macht fröhlich, macht frei und ist, wie es der weltberühmte Violinvirtuose Yehudin Menuhin es formulierte: „Gesang ist die eigentliche Muttersprache des Menschen“. Auf die erfolgreiche Suche zu dieser ursprünglichen und universalen Muttersprache machten sich die Teilnehmer der Singwoche im Kurhotel Schick in Bad Wörishofen.

Stephanie Hertel-Steger, die Inhaberin des Hotels, hatte die Idee. Sie selbst singt sehr gerne und machte eifrig mit. Fünf Tage zum Mitklatschen, Mitbewegen, Mitlachen und Mitmachen mit unterschiedlichster Literatur für den Gesang und mit Sanni Risch am Klavier, fanden nun nach der ersten Singwoche im Juni eine Fortsetzung.

Sie brachten die rund zehn Sängerinnen und Sänger mit auf die Reise, von der Robert Schumann einst sagte: „Singe fleißig im Chor mit, namentlich Mittelstimmen. Dies macht dich musikalisch.“ Nun, die von Sanni Risch ausgesuchten Lieder waren sehr vielfältig. Der Bogen war gespannt vom Kanon „Lachend kommt der Sommer“ über schwäbisches Liedgut zum Wiegenlied „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin und Operette (Lippen schweigen, ‘s flüstern Geigen“ aus „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár), zu Volks- und Handwerkerliedern bis hin zu den Werken über die Wasserkur von Sebastian Kneipp mit dem „Kneippianer Marsch“ und vielfältiger Chorliteratur wie „Singen ist leben“.

Da Sanni Risch nicht nur die Singgemeinschaft Liedertafel Bad Wörishofen sondern auch den Unterallgäuer Bäuerinnenchor dirigiert, durfte zum Abschluss das Marienlied „Segne Du, Maria“ nicht fehlen. Diese Singwoche war nicht nur für die Gäste des Kurhotels gedacht. Einige Teilnehmer aus Bad Wörishofen sangen fleißig mit, darunter auch Manfred Hillmer. Seine tiefere Stimme war die richtige Ergänzung zu den Frauenstimmen. Er sagte: „Ich singe sehr gerne, war aber noch nie in einem Chor. Das Singen nach Noten kenne ich nicht, ist sehr spannend.“ Das sei doch etwas ganz anderes: „Man singt anders!“

Manfred Hillmer bedauerte, dass er beim Singen der Volks- und Handwerkerlieder wie beim „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Fein sein, beinander bleib’n“ nicht mitsingen konnte, da er an dem Tag, an dem der Kurs an der Wassertretstelle an der Schöneschacher Straße stattfand, sich nicht in Bad Wörishofen aufhalten würde.

Bei dieser Exkursion fanden sich auch einige applaudierende Zuhörer ein. Die anderen Teilnehmerinnen des Kurses kamen aus verschiedenen Städten in Deutschland, so aus dem Saarland, dem Badischen, aus Wuppertal und aus Brühl bei Köln. Sie engagieren sich in verschiedenen Chören und Gospelchören.

So berichtete die Sängerin aus Brühl, dass etliche Melodien aus Irland mit Kölner Texten neu interpretiert würden. Lilo Vogel erzählte, dass sie als junge Frau gerne in einem Chor mitsang, doch durch Heirat, Familie und Beruf die Zeit dazu fehlte.

Erst 2014 begann sie wieder in einem Chor mitzusingen und nun sei sie froh, diesen Schritt getan zu haben. Eine Bad Wörishofer Teilnehmerin nahm diese Singwoche zum Anlass, ihre doch nicht mehr so junge Stimme dahingehend zu erproben, ob es ihr auch im fortgeschrittenen Alter noch möglich sei, in einem Chor mitzusingen. Das Ja und damit die Bestätigung erhielt sie am Ende des Kursus von Sanni Risch. Also geht auch bei ihr das Singen weiter. Sie freut sich darauf. Und so ganz auf Schwäbisch konnte somit gesungen werden: „ A Kräutle und a schweinigs Fleisch und Knöpfla in da Brüh… A sölles Essa ist a Staat und besser – ohne G’späß – als Schnepfedreck und Kaviar und all dös Teufels G’fräß.“

Die nächste Singwoche ist eine „Adventliche Singwoche“ vom Montag, 25. bis Freitag, 29. November, jeweils von 17 bis 18 Uhr.

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