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MZ-Jahresrückblick 2020

01.01.2021

So war die Corona-Pandemie 2020 im Landkreis Unterallgäu

Michael Schmidt vom Landratsamt Unterallgäu demonstrierte im März den Rachen-Abstrich am Drive-In-Schalter. Die Corona-Teststelle wurde in Mindelheim an der Landsberger Straße 45 beim Kreisbauhof eingerichtet.
Bild: Oliver Wolff (Archiv)

Plus Im Jahresrückblick der Mindelheimer Zeitung blicken wir auf 2020 zurück: von den ersten drei nachweislich Infizierten bis zum Teil-Lockdown.

Im März erreicht Corona das Unterallgäu. Während die Infektionszahlen damals noch überschaubar sind, wird der Landkreis im Herbst zum Risikogebiet. Es folgt eine Chronologie der Ereignisse:

27. Januar: In Bayern wird der erste Corona-Fall bekannt.

6. März: Das Virus hat sich in Deutschland weiter ausgebreitet. Um den zahlreichen Bürgeranfragen gerecht zu werden, richtet das Landratsamt Unterallgäu eine Hotline ein, die auch am Wochenende erreichbar ist.

11. März: Im Unterallgäu werden die ersten drei Corona-Fälle nachgewiesen. Erstmals müssen zwei Schulklassen in Quarantäne – eine Klasse des Vöhlin-Gymnasiums Memmingen und eine der Anton-Fugger-Realschule in Babenhausen.

14. März: Eine Hotel-Mitarbeiterin in Bad Wörishofen wird positiv auf das Corona-Virus getestet. Gäste und Personal des Hotels werden teilweise unter Quarantäne gestellt.

16. März: Der Landkreis sagt alle eigenen Veranstaltungen ab. Bayern ruft den Katastrophenfall aus – das öffentliche Leben wird auf das Nötigste reduziert.

17. März: Das Landratsamt hat einen Drive-In-Schalter für Corona-Tests im Kreisbauhof in Mindelheim eingerichtet. Dort können schnell und unkompliziert Personen getestet werden, die unter Verdacht stehen, an dem Virus erkrankt zu sein.

19. März: Das Landratsamt Unterallgäu schließt für den Publikumsverkehr.

20./21. März: Der Flexibus stellt teilweise den Betrieb ein, Wertstoffhöfe, Kompostanlagen und Umladestation schließen.

22. März: Der Klinikverbund Allgäu plant, Notfallzelte vor den Notaufnahmen der Kliniken aufzustellen.

24. März: Der erste Corona-Patient aus dem Unterallgäu stirbt.

3. April: Der Landkreis beginnt, medizinische Schutzausrüstung zu verteilen an Krankenhäuser, Pflegedienste, Altenheime, Hausärzte und Fachärzte der Grundversorgung. Die Ausrüstung stellt zum Teil der Freistaat Bayern zur Verfügung, zum Teil bestellt der Landkreis diese selbst.

9. April: Im ehemaligen Gebäude der Firma Riebel eröffnet eine Infektpraxis unter Leitung von Dr. Max Kaplan, der kurzfristig als Versorgungsarzt für den Landkreis eingesetzt wurde. Hausarztpraxen sollen so entlastet werden.

15. April: Zwei Einrichtungen im Unterallgäu richten eine Kurzzeitpflege ein, um den Aufnahmestopp von Pflegeeinrichtungen aufzufangen.

27. April: Der ÖPNV fährt wieder nach Regelfahrplan.

Mai: Schritt für Schritt kann das öffentliche Leben wieder Fahrt aufnehmen. Auch die Kliniken im Landkreis machen sich auf den Weg in eine neue „Normalität“. Sie mussten bislang 60 Prozent der Bettenkapazitäten für Covid-Patienten freihalten.

16. Juni: Der Katastrophenfall in Bayern wird aufgehoben. Auch Test-Drive-In und Infektpraxis schließen Ende Juni.

Anfang Juli: Es werden acht neue Corona-Fälle registriert.

31. August: Man kann wieder Termine im Test-Drive-In im Kreisbauhof reservieren, um sich auf das Corona-Virus testen zu lassen.

12./13. September: Das Unterallgäu übersteigt den Corona-Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

7. Oktober: Der Landkreis überschreitet erneut den Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen umgerechnet auf 100.000 Einwohner.

8. Oktober: Das Landratsamt erlässt eine Allgemeinverfügung, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern soll.

20. Oktober: Der Landkreis hat die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten. Die Corona-Ampel steht damit auf Rot und die Regeln werden weiter verschärft.

27. Oktober: Die Corona-Ampel im Landkreis steht mit einer 7-Tages-Inzidenz von 135,54 auf Dunkelrot. Die Regelungen werden weiter verschärft.

2. November: Es gilt bundesweit ein Teil-Lockdown mit Kontaktbeschränkungen. Gaststätten und Freizeiteinrichtungen müssen ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Das Corona-Testzentrum des Landkreises zieht an den Parkplatz des Erkheimer Sportplatzes. Dort können an zwei Teststrecken mehr als 400 Personen am Tag getestet werden.

Dezember: Im ehemaligen Möbelhaus an der Gottlieb-Daimler-Straße in Bad Wörishofen sollen künftig Anti-Corona-Impfungen stattfinden. Der Malteserhilfsdienst betreibt das Impfzentrum.

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