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Bad Wörishofen

06.08.2020

Sommerabend mit Spannung und Sturm

Krimiautor Thorsten Oliver Rehm suchte Schutz unter einem regenschirm.

Plus Autor Thorsten Oliver Rehm aus Irsingen liest im Garten des Sebastian-Kneipp-Museums aus seinem neuen Krimi, ehe das Wetter den Abend durcheinanderwirbelt. Am Ende sollte es dann doch noch ein Abend mit Musik werden

Mögen Sie dieses mechanische Geduldspiel, bei dem man immer wieder versucht, das richtige Puzzleteil zu finden, damit das Bild tatsächlich zu einem großen Ganzen wird? Für die Leser des Buches „Der Bornholm-Code“ von Thorsten Oliver Rehm wird das Lesen zu einem geistigen Geduldspiel mit vielen kleineren und größeren Kapiteln und Abschnitten, die sich allmählich zusammenfügen.

Autor Thorsten Oliver Rehm taucht mit "Der Bornholm Code" tief in der Ostsee

Lieben Sie Geschichte? Und die dazu gehörenden Geschichten und Legenden? Auch dann ist dieser Roman eine Fundgrube an wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Suchen nach Verbindungen innerhalb der deutschen Geschichte. Lieben Sie Tiefgang?

Auch dafür ist „Der Bornholm-Code“ bestens geeignet. Denn hier wird tief in der Ostsee getaucht und das mit viel psychologischem Tiefgang.

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Beim diesjährigen Sommerabend im Garten des Sebastian-Kneipp-Museums lauschten die Gäste dem Autor beim Vorlesen aus seinen Büchern, auch aus dem neuen Wissenschaftsthriller „Subliminal. Das Experiment.“ Auch das ließ aufhorchen. Natürlich ist auch hier das Tauchen, eine Lieblingsbeschäftigung des Autors, ein Hauptthema. Hier geht es um die Frage: „Was, wenn mediale Fiktion alles Leben durchdringt?“

Aus dem lauen Sommerabend wurde in Windeseile ein stürmisches Gewitter

Kurdirektorin und Leiterin des Sebastian-Kneipp-Museums Petra Nocker begrüßte die Gäste, die sich wie Bürgermeister Stefan Welzel auf diesen Abend im Museumsgarten freuten. Es war zwar noch ein lauer Sommerabend, jedoch spielte der Himmel nicht mit. Plötzlich auftretender Wind fegte einige Blätter des Manuskriptes von Thorsten Oliver Rehm vom Lesetisch, dann begann es erst sanft, dann immer mehr zu regnen.

Das Quintett „Holz meets Horn“ aus Kempten zog dann wegen des aufziehenden Gewitters ins Museum um.

Da waren die mitgebrachten Regenschirme gefragt. Sollte alles aufgelöst werden? Nein, Petra Nocker stellte kurz entschlossen den Vortragsraum im Kloster für den zweiten Teil der Lesung zur Verfügung, natürlich auch hier mit dem gebotenen Abstand. Für die Gäste war es auch anschließend ein Abend mit Musik.

Das Quintett „Holz meets Horn“ aus Kempten spielte im Museum. Oboist Felix Fritz berichtete, dass sie Bläser aus der Stadtkapelle Kempten seien, bis auf die Hornistin, die bei dieser Premiere, ihrem ersten gemeinsamen, öffentlichen Auftritt, von Ingrid Baum vertreten wurde.

Ingrid Baum ist Lehrkraft an der Irmgard Seefried Sing- und Musikschule und war an diesem Abend nicht an ihrer Oboe und nicht an ihrer Gitarre zu erleben sondern am Horn. An der Klarinette spielte Margot Mendler, am Fagott Monika Rudolph und an der Querflöte Ricarda Pahn. Sie präsentierten Klassik, ein Divertimento von Joseph Haydn, ein Tanzmusik-Mix aus Polka, Tango, Bolero und Rumba, und eine eigens für sie arrangierte Jazznummer, ebenfalls eine Uraufführung.

Außerdem ließen sie eine bekannte Komposition von Charlie Chaplin hören. Zum krönenden Abschluss spielten sie die „Heinzelmännchens Wachtparade“ von Kurt Noack. Leider konnte wegen des regnerischen Wetters die eigens für diesen Abend gemachte bunte Licht-Illumination im Garten nicht genossen werden.

Und doch, alle erhielten von den rund 50 Besuchern (Corona begrenzte Zahl) den mehr als verdienten Applaus.

Lesen Sie dazu auch: Eintauchen in eine andere Welt

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