Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Überraschung im Amberger Gemeinderat

Amberg

14.05.2020

Überraschung im Amberger Gemeinderat

Schon im Vorfeld wurde Martin Steinhauer als „Geheimfavorit“ gehandelt. 
Bild: Reinhard Stegen

Plus Drei Kandidaten bewerben sich um den Posten des Zweiten Bürgermeisters im neuen Rat des Ortes.

Knapp zwei Monate nach der Kommunalwahl traten die gewählten Vertreter des Amberger Gemeinderats zur konstituierenden Sitzung zusammen. Fünf neue Gesichter fanden sich unter den frisch Gewählten, darunter zwei weitere Frauen, womit sich die Quote weiblicher Mitglieder auf insgesamt vier erhöht. Das war aber nicht die eigentliche Überraschung des Abends. Die kam später, bei der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter.

Die fünf neuen Ratsmitglieder sind: Jochen Wagner, Susanne Kindlmann, Michael Steinhauer, Hubert Högg und Doris Kretschmer. Nach der Begrüßung durch den im Amt bestätigten Bürgermeister Peter Kneipp und der Vereidigung der neuen Ratsmitglieder stand die Wahl seines Stellvertreters auf der Tagesordnung.

Soll es auch einen Dritten Bürgermeister in Amberg geben?

Zuvor wurde noch diskutiert, ob man es, wie gehabt, bei nur einem Stellvertreter belassen oder auch noch einen dritten Bürgermeister wählen solle. Schnell war man sich hier einig, dass ein Vertreter mit Blick auf die Größe Ambergs genüge. Kneipp wollte im Vorfeld dann noch wissen, ob alle Gemeinderatsmitglieder bereit seien, im Fall ihrer Wahl die Aufgaben des Zweiten Bürgermeisters wahrzunehmen.

Drei Gemeinderäte stellten sich als Kandidaten zur Verfügung: Gerhard Fohr begründete seine Bereitschaft mit seiner bereits 18-jährigen Zugehörigkeit zum Gemeinderat und seiner langen Erfahrung; ähnlich äußerte sich auch Manfred Balzat, der angab, dies mit seiner Tätigkeit im Landratsamt gut verbinden zu können.

Der Geheimfavorit wirft seinen Hut in den Ring

Auch Martin Steinhauer erklärte sich bereit zu kandidieren; er gehört der Gemeindevertretung erst seit einer Amtsperiode an. Ein wenig überraschend war dann, dass die Wahl mit sieben Stimmen ganz eindeutig zu seinen Gunsten ausging, während seine Mitbewerber jeweils nur drei Stimmen erhielten. Sichtlich erfreut nahm er die Wahl an. Steinhauer war bereits im Vorfeld als „Geheimfavorit“ gehandelt worden.

Eine Erklärung für diesen Wahlausgang hatte Bürgermeister Kneipp nicht. Man könne nur mutmaßen, dass der Gemeinderat mit seinem Votum bereits ein personelles Zeichen über die jetzt beginnende Amtsperiode hinaus und den Generationswechsel setzen wollte.

Den Rest des Abends bildeten Details der Geschäftsordnung, die Teresa Schäffler von der VG Türkheim zur Abstimmung vorlegte. Einvernehmen bestand etwa beim Verzicht auf einen Bauausschuss. Darüber hinaus galt es, die Referate, etwa in der VG Türkheim und im Schulverband zu besetzen.

Lesen Sie dazu auch:

Abschied in Amberg

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren