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Unterallgäu
19.10.2021

Frau wegen „vorsätzlichen Vollrauschs“ vor Gericht

Eine Flasche Wein hat eine Frau geleert und ist dann ins Auto gestiegen und losgefahren.
Foto: Bernd Wüstneck (dpa)

Plus Eine Frau hat eine Flasche Wein getrunken, sich ins Auto gesetzt und einen Unfall verursacht. Obwohl ein Gutachter sie für schuldunfähig hält, kommt sie nicht um eine Strafe herum.

Irgendwann sei der Akku leer gewesen, sagte die Angeklagte vor dem Amtsgericht Memmingen, als sie ihre Alkoholfahrt mit dem Auto begründete. Monatelanger Streit mit dem Lebensgefährten, die Coronakrise und der tägliche Kampfs ums Geld hätten sie mürbe gemacht. Und so schluckte sie an jenem Nachmittag im November 2020 den Inhalt einer Flasche Wein – und das, obwohl sie wegen einer Zahnoperation noch Schmerzmittel genommen hatte. Dann setzte sie sich zusammen mit ihrem Sohn ins Auto und fuhr los. Eine Fahrt, die ihr zum Verhängnis werden sollte.

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19.10.2021

Dem Gutachter, der in so einem Fall der Unfallverursacherin "eine vollkommene Schuldunfähigkeit" attestiert hat, kann man "eine vollkommene Unfähigkeit zur Erstellung von Gutachten" attestieren.

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