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Gewalt an Unterallgäuer Schulen: Der schöne Schein trügt

Kommentar Von Johann Stoll
26.06.2019

Wie steht es um die Gewalt an Schulen im Unterallgäu? Lesen Sie hier den Kommentar zur aktuellen Lage.

Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß hat natürlich Recht: Schulen sind Spiegel der Gesellschaft. Wenn Erwachsene Ellenbogendenken vorleben, wenn im Fernsehen und im Internet Gewaltdarstellungen an der Tagesordnung sind, sollte sich niemand wundern, wenn das auf Kinder und Jugendliche abfärbt. (Hier erfahren Sie mehr über Gewalt an Schulen: So ist die Lage im Unterallgäu)

Ein (eher kleiner) Teil der Schüler tut sich schwer, Grenzen einzuhalten. Das ist kein Phänomen der Großstadt mehr allein, das gibt es auch auf dem Land. Für Lehrer kann das zu einer immensen Belastung werden, zumal wenn Eltern genau dieser Kinder nicht einsehen wollen, dass ihre Kinder sich vielleicht besser benehmen sollten. Dass gerade Lehrer häufig ausgebrannt sind und ihren eigentlich geliebten Beruf als Pädagogen frühzeitig aufgeben, ist wohl kein Zufall.

Im Unterallgäu wurde das Problem erkannt - und doch gibt es immer wieder Fälle von Gewalt an Schulen

Es ist richtig, dass in den vergangenen Jahren an vielen Schulen Stellen für Sozialpädagogen oder Psychologen geschaffen wurden, um es erst gar nicht zu Gewaltausbrüchen kommen zu lassen. Das Problem ist erkannt worden und es wurde gehandelt.

Bei allem Verständnis, dass Schulen gerne in der Öffentlichkeit gut dastehen wollen: Man würde sich schon wünschen, dass Vertreter von Schulen und Schulamt nicht so tun würden, als gäbe es kaum Probleme dank der „guten Kommunikation mit dem Schulamt“, wie es Ute Wolfram gleich mehrmals im Gespräch betonte. Die Polizeistatistik spricht da leider eine andere Sprache, auch im Unterallgäu.

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