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Jahreskonzert

25.04.2017

Von Broadway bis Bischofsee

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3 Bilder
Die Flossachtaler Musikanten mit ihrem Dirigenten Jürgen Fries.
Bild: Maria Schmid

Die Musiker aus Zaisertshofen nehmen ihr Publikum mit auf eine weite Reise und begeistern mit einem König

„…oifach schee!“ war’s, das Jahreskonzert der Flossachtaler Musikanten beim Bäckerwirt in Zaisertshofen. Mit dieser gleichnamigen Polka von Alexander Pfluger trafen Dirigent Jürgen Fries und seine Musikanten die Herzen ihrer Gäste. Ihr Programm enthielt alle Varianten der Blasmusik. Es war ein Wechselbad der Emotionen zwischen konzertanten und traditionellen Kompositionen – auch bedingt durch den Zick-Zack-Kurs zwischen Kontinenten und Ländern, zwischen Filmmusik und Träumen vom Pazifik oder dem Broadway bis zum US-Staat Maine mit „Where Eagles Soar“; denn nirgendwo sonst gibt es für fliegende Adler diese Weite und Freiheit, meint Komponist Steven Reineke.

Neue Horizonte (Towards a New Horizon) eröffneten die musikalischen Erlebnisse, sodass der weise Rat von Tom Hanks’ Mutter aus dem Film „Forrest Gump“ jeden überzeugt: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt“ – vor allem nicht, wenn man zu träumen beginnt. Jacob de Haan ließ seinen Hauptakteur vom Pazifik träumen und das gleich in vier Sätzen: Maestoso, Steady Rock, Andante Lamentoso und Allegro. Würde er weiter träumen von fernen, exotischen Inseln im Pazifik oder in die Welt der Realität zurückkehren?

Die Musiker wählten mit dem „Kärntner Liedermarsch“ den Weg nach Österreich: „Das ist mein Heimatland, mein teures Kärntnerland, wo meine Wiege stand, mich führt der Eltern Hand, und zieh ich auch dereinst in weite Ferne fort, bleib ich ein Kärntner dort.“ Die Reise ging weiter ins einstige Jugoslawien, wo 1962 „Der Schatz im Silbersee“ gedreht wurde. Nicht nur die Filme von Winnetou und Old Shatterhand, auch die Musik von Martin Böttcher ist Kult. Wieder zurück in die Heimat führte der Weg ins Ostallgäu, mit der Polka „Am Bischofsee“ in die Nähe von Marktoberdorf. Und schon lockte der Broadway mit einem Besuch bei „Rocky“.

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Gänsehaut dank Andreas Rampp: Der Saxofonist spielte „Can’t Help Falling in Love“, das kein geringerer als der King of Rock’n’Roll Elvis Presley so herzerwärmend interpretiert hatte. Bei den Jahreskonzertproben habe es einen Wettstreit gegeben. Wer würde dieses Solo spielen: Saxofonist Andreas Rampp oder Posaunist Tobias Jall? Moderatorin Tanja Eberle wusste auch darüber sehr humorvoll zu berichten. Die Entscheidung fiel auf Rampp und so wurde er vom Publikum mit Riesenapplaus zum „King“ erhoben. Wie hatte Tanja Eberle gesagt? „Sie können nichts dagegen tun, sich in unseren King zu verlieben!“

Dass es zum Abschluss die Polka „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch zu hören gab, war klar, denn die Liebe zur böhmischen Blasmusik ist nun einmal ungebrochen. Übrigens soll es 2015 die meist gespielte Polka auf dem Oktoberfest gewesen sein. Wen wundert’s?

Die Aufgabe, treue Mitglieder der Flossachtaler Musikanten zu ehren, hatte Anton Jall vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund, gemeinsam mit Vorsitzendem Roland Ruf. Er gratulierte Sonja Trommer, Querflöte, zum guten Erfolg des D2-Kurses. Sie gehört zur Jugendkapelle MN-TZ 4 und hat ihr Können beim Premierenkonzert in Mattsies unter Beweis stellen können. Je 30 Jahre bei den Flossachtaler Musikanten sind Jürgen Brecheisen, Posaune und Sänger, Klarinettist Stefan Simon, der inzwischen für die Anlage zuständig ist, sowie der seit 2006 als Vorsitzender agierende Roland Ruf. Er spielt die erste Klarinette, auch Saxofon und Es-Klarinette. Ruf freute sich über die große Besuchermenge. Natürlich gab es Zugaben, die ebenfalls von den Gästen mit viel Applaus honoriert wurden.

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