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Salgen

29.11.2019

Vor Abschied: Hans Egger in Salgen mit guten Zahlen

Hans Egger (rechts) tritt als Bürgermeister von Salgen ab. Roland Hämmerle könnte sich vorstellen, sein Nachfolger zu werden.
Bild: ug

Bei seiner letzten Bürgerversammlung legt Bürgermeister Hans Egger gute Zahlen vor. Ein möglicher Nachfolger bringt sich derweil in Position.

„Eis gauts guat“, konnte Bürgermeister Hans Egger bei der Bürgerversammlung in Salgen zu Recht verkünden. Gewerbesteuereinnahmen von 2.700.000 Euro und Rücklagen von 2.750.000 Euro (Kassenstand 11.11.2019) können sich auch sehen lassen.

Egger hatte zuvor schon in Bronnen und in Hausen zur Bürgerversammlung geladen und die Zahlen zum Jahresrückblick erläutert. Die Kreisumlage wird im nächsten Jahr teurer werden (628.000 Euro), die Gewerbesteuerumlage etwas günstiger (600.000 Euro). Auch der Grunderwerb von Bauland (500.000 Euro), Wasserverbindungsleitungen (300.000 Euro), VG- und Schulverbandsumlagen (364.000 Euro), oder der neue Klärschlammbehälter (124.000 Euro) kosten Geld.

Für den Grunderwerb von Äckern und Wiesen als Tauschland und Ausgleichsflächen für die Umgehung B16 sowie den Bau der Umgehung selbst sind Ausgaben von 215.000 Euro veranlagt. Allerdings wird noch diskutiert, so Egger, wie genau der Verlauf und wie die anliegenden Grundstücke aussehen werden. Der Breitbandausbau verläuft zäh, wie Egger sich ausdrückte. Das läge auch daran, dass die Telekom am 5. Dezember 2017 den Auftrag nach dem Gemeinderatsbeschluss bekam. Den Vertrag dazu schickte die Telekom aber erst am 8. April 2019 zurück. Der Baubeginn ist jetzt für 2020 geplant, im Haushalt sind dafür 250.000 Euro vorgesehen.

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Bürgermeister Hans Egger blickt bei Bürgerversammlung in Salgen zurück

Elf Kilometer neue Wasserleitungen in Bronnen, im Unterfeld und Verbindungsleitungen von Hausen nach Salgen, dazu 150 neue Anschlüsse kosteten 360.000 Euro. In Bronnen werden in einem von der Gemeinde gekauften und komplett sanierten Gebäude zwei Wohnungen zur Verfügung gestellt, Baukosten 240.000 Euro (2019) plus 60.000 Euro (2020).

Egger zeigte Fotos von den neuen Urnengräberanlagen auf dem Friedhof, in Stelen und für Familien als Urnenwiesengräber. Er lobte die Feuerwehr für ihren Einsatz und den pfleglichen Umgang mit den Geräten und Fahrzeugen, freute sich über die PV-Anlage auf dem neuen Kindergarten und die gute Entwicklung im Gewerbepark.

Da Egger zum letzten Mal als Bürgermeister bei einer Bürgerversammlung referierte, blickte er auch weiter zurück und wies auf die erreichten Ziele während seiner Amtszeit hin, die er zusammen mit dem Gemeinderat und der VG umsetzen konnte: die große, über drei Millionen Euro teure PV-Anlage, die inzwischen ordentlich Gewinn bringt, mehr Radwege, die Entscheidung für einen ortsnahen Gewerbepark, um Arbeitsplätze in der Nähe zu bieten, der Hochwasserdamm in Hausen, der Kreisverkehr bei Hausen und was ihm besonders wichtig war: dass drei Dörfer zusammengewachsen sind und ein gutes Miteinander gepflegt wird. Auch die Umgehung von Hausen sei soweit „angeschoben“.

Roland Hämmerle kann sich Nachfolge von Hans Egger vorstellen

Außerdem soll es eine neue Projektstelle geben als Ergebnis der Diskussion des Arbeitskreises ZAM (Zukunft aktiv meistern). Hierbei geht es um die Koordination von Helfern, die Bürger aller Altersgruppen wie Mutter-Kind-Gruppen oder das JuZe unterstützen. Sie könnten auch Aufgaben der Kirche mit übernehmen und so den Diakon entlasten. „Gemeinsam statt einsam“, lautet das Motto. Laut Egger ist auch dieses Projekt auf einem guten Weg, wenn auch noch nicht fertig.

Solange kein neuer Bürgermeister gewählt ist, sind alle Bürger eingeladen vorbeizukommen und weiterhin ihm ihre Anliegen mitzuteilen, betonte Egger: „Wenns Fahrrad dau isch, bin i au da“, sagte er. Wehmut war spürbar und zuletzt war es ziemlich still im Saal. Nur ein Bürger wies noch auf die fehlende Beleuchtung im Herrenfurtweg hin und Egger versprach, sich darum zu kümmern.

Einer, der sich vorstellen kann, als Bürgermeister Nachfolger von Hans Egger zu werden, ist Roland Hämmerle. Hämmerle ist bereits seit zwei Perioden im Gemeinderat engagiert und hat Kontakt zu vielen Bürgern durch seine Stelle als Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank in Loppenhausen.

Für den Dezember sind Termine für die Nominierungsversammlungen geplant, außer dem Bürgermeisterkandidaten werden dabei auch die Gemeinderatskandidaten festgelegt.

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