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Kultur in Bad Wörishofen

16.11.2015

Weichen für das Kneipp-Museum neu gestellt

Werner Büchele (Zweiter von links) lenkt ab sofort die Geschicke des Förderkreises „Sebastian-Kneipp-Museum Bad Wörishofen“. Das Foto zeigt außerdem (von links) Bernhard Ledermann, Hans-Horst Fröhlich, Simon Ledermann, Bürgermeister Paul Gruschka und Christian Schedler.
Bild: Franz Issing

Einer Neugestaltung steht nichts mehr im Wege. Angehen wird sie der neue Vorsitzende Werner Büchele, der August Filser im Amt folgt. Auch Mindelheims Kulturamtsleiter Christian Schedler ist mit von der Partie

Die Weichen sind gestellt, die Pläne liegen auf dem Tisch. Einer Neugestaltung des Sebastian-Kneipp-Museums steht nichts mehr im Wege. Schon im Mai 2016 will der Förderkreis – er zählt aktuell 200 Mitglieder – ein Konzept mit den neuen Standards präsentieren und dafür rund 18000 Euro investieren. Wie bei der Jahresversammlung im Gasthaus Rössle bekannt wurde, favorisiert der Förderkreis eine zeitgemäße Präsentation Kneipp‘schen Lebens und Wirkens in Bad Wörishofen.

Als Berater für das Vorhaben hat sich das Kuratorium den in Weilheim lebenden Museumsgestalter Peter Schreiner ins Boot geholt und mit einer modernen Entwurfsgestaltung für die rund 200 Exponate umfassende Sammlung beauftragt. Der Mindelheimer Kulturamtsleiter Christian Schedler hat dem Förderkreis den ausgewiesenen und weltweit operierenden Experten empfohlen. „Weil der ungewöhnliche Ideen hat und die auch verständlich umsetzen kann“. Wer sich für die Handschrift des Künstlers interessiert, hat bei einem Besuch des „Südseemuseums“ in Obergünzburg dazu Gelegenheit.

Der Förderkreis des Sebastian- Kneipp-Museums ist sich im Klaren darüber, dass er bei der Umgestaltung der vorhandenen Schauräume nicht am Bildungsauftrag nicht vorbei kann und den klassischen Museumsaufgaben, wie Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln, einen neuen Stellenwert einräumen muss. Solchem Trend will man sich nicht verschließen, aber bei der Neugestaltung das Andenken an den im Museum allgegenwärtigen Wasserdoktor wach halten.

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Auf zeitgemäße Weise soll in Blöcken auch Wörishofen als Wiege der Kneippkur in den Blickpunkt gerückt und das Geschichtsbewusstsein von Bürgern und Gästen angeregt werden. „Wichtig ist uns zudem, Kneipp‘s Gesundheitsfahrplan mit seinen fünf Wirkprinzipien als Markenzeichen für eine moderne und natürliche Gesundheitsvorsorge zu verkaufen“, machte August Filser deutlich. Der ehemalige Banker war maßgeblich an Gründung und Aufbau des Museums beteiligt und leitete mit viel Herzblut die Geschicke des Fördervereins von 1978 bis 1996 und von 2007 bis 2015.

Neuanfang nicht nur beim Sebastian-Kneipp-Museum. Einen Wechsel gab es auch im Führungsteam des Fördervereins. Vorsitzender August Filser kandidierte aus Altersgründen nicht mehr für dieses Amt. Zu seinem Nachfolger wurde Werner Büchele gewählt. Der frühere Vizekurdirektor war lange Jahre im Auftrag der Stadt für das Museum zuständig und gab als ausgewiesener Kenner wie auch Verfechter der Kneipp‘schen Lehre wertvolle Impulse. Er wolle die „großartige Arbeit“ des bisherigen Vorstandes in engem Schulterschluss mit Petra Nocker, der stellvertretenden Kurdirektorin, fortsetzen“, versicherte der neue „Frontmann“ nach seiner Wahl. Werner Büchele arbeitet in den nächsten vier Jahren mit Stellvertreter Hans-Horst Fröhlich, mit Kassenwart Simon Ledermann und Schriftführer Franz Holzleitner. Als Beiräte fungieren: Bernhard Ledermann jun., Christian Schedler und Dieter Wohlschlegel. Bürgermeister Paul Gruschka, der wie sein Stellvertreter Stefan Welzel bei der Jahresversammlung herzlich begrüßt wurde, ist „geborenes Mitglied“ des Förderkreises.

Zügig abgewickelt wurden vor den Neuwahlen die Regularien. Vorher ließ der Noch-Vorsitzende August Filser in Wort und Bild die Aktivitäten des Förderkreises Revue passieren.

Dem Kassenwart Simon Ledermann wurde einwandfreie Führung der Bücher bestätigt und der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgte die Wörishofer Stubenmusik für Unterhaltung. Auf großes Interesse stieß nach dem offiziellen Teil der Vortrag von Kulturamtsleiter Christian Schedler, der das neue Mindelheimer Krippenmuseum als Beispiel für moderne Gestaltungskunst vorführte.

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