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10.07.2020

Weil er Schatten wirft: Baum soll weg

Stadträte lehnten Wunsch eines Hausbesitzers aber ab

Wieder einmal musste im Umwelt-, Verkehrs- und Bauausschuss über das Schicksal eines Baumes entschieden werden. Ein Anlieger eines städtischen Baumes in der Friedrich-Zöpfl-Straße hatte bei der Stadt die ersatzlose Beseitigung des Baumes beantragt. Begründung: Der Baum wirft Schatten und schmälert damit die Wirksamkeit einer Fotovoltaikanlage, die der Mann auf seinem Hausdach installieren möchte.

Der Baum ist sieben Meter hoch und hat einen Kronendurchmesser von fünf Metern, sagte Michael Egger vom Bauamt. Er ist 13 Meter von der südlichen Dachkante des Hauses entfernt. Stadtgärtner Martin Honner zufolge ist der Baum völlig gesund und wird alle drei bis fünf Jahre zugeschnitten.

Dietmar Wagner (Freie Wähler) sprach sich für einen einjährigen Versuch aus. Sollte der Baum tatsächlich Schatten auf das Dach werfen, sollte er dann beseitigt werden. Denn ansonsten müssten Grundbesitzer damit rechnen, einen einmal gepflanzten Baum nie mehr beseitigen zu dürfen. Das sieht Josef Doll (Grüne) naturgemäß anders. Die Leute sollten aufgefordert werden, Bäume zu pflanzen. Es gebe im konkreten Fall keinen Grund, den Baum zu fällen. Der Ausschuss hob letztlich einstimmig den Daumen für die Mehlbeere. (jsto)

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