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Ettringen

21.11.2019

Wie die CSU das Ettringer Rathaus erobern will

CSU-Landratskandidat Rainer Schaal (links) fungierte als Wahlleiter. Auf dem Foto: Ortsverbandsvorsitzender Uli Plukas (Mitte) und Bürgermeister Robert Sturm .
Bild: Regine Pätz

Plus Die CSU Ettringen hat die Weichen für die Kommunalwahl im kommenden Jahr gestellt.

Einen schweren Start habe Robert Sturm zu Beginn seiner langjährigen Bürgermeisterzeit bewältigen müssen, mit zehn Millionen „Miesen“ auf dem Haushaltskonto. Seit längerer Zeit schon ist Ettringen schuldenfrei, dennoch habe man viele Investitionen geschultert, etwa die Sanierung des Mesnerhauses, Straßensanierungen oder den Kindergartenausbau.

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Ob sich die Bürger Ettringens im Rahmen der Kommunalwahl Ende März 2020 zwischen einem oder zwei Bürgermeisterkandidaten werden entscheiden müssen, bleibt vorerst noch dahingestellt. Geht es nach der Christsozialen Ortsgruppe Ettringen, gibt es nur einen Kandidaten, der auf den Rathaus-Chefsessel gehört: Robert Sturm. 28 von 29 anwesenden Stimmberechtigten gaben ihm im „Rescht“-Saal im Rahmen der Aufstellungsversammlung ihre Stimme - und wählten den amtierenden Bürgermeister erneut zu ihrem Kandidaten für die nächste Legislaturperiode.

Für Sturm selbst würde dies die fünfte Amtszeit bedeuten und damit - nach Einschätzung seiner Mitstreiter, allen voran des Ortsvorsitzenden Uli Plukas - die Fortsetzung einer durchaus erfolgreichen Ortsentwicklung.

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Er wolle keine Heldentaten aus den vergangenen 24 Amtsjahren aufzählen, stellte Robert Sturm seiner Dankesrede voran. Dennoch fände er selbst es bemerkenswert, was an Infrastruktur in der Gemeinde habe vorangebracht werden können, „trotz mancher widriger Umstände“, wie Sturm erinnerte. Waren doch einige Bürgerbegehren in die Amtszeit Sturms gefallen.

Einige Projekte habe er für die kommenden sechs Jahre - wenn ihm denn der Ettringer Wähler gnädig sei - auf der Agenda stehen, erklärte Robert Sturm. Aber auch einen großen Wunsch. Einen neuen Rathausbau, der Ettringer Bürgerschaft angemessen - „das wär schon schön“, folgerte Sturm.

Weiter vorankommen wolle er in Sachen Straßenbau und -ausbau und das Thema Nahversorgung im Ort will er versuchen zu stärken. „Dazu zähle ich auch die Gastronomie“, sagte er. Ebenso wichtig für Sturm sei der Erhalt des Schulstandortes Ettringen. Und zuletzt, und vielleicht für ihn das Wichtigste, wie er einschob, wolle er die Gemeinde weiterhin in eine gute Zukunft führen. Gemeinsam mit dem Gemeinderat Ziele verfolgen, keinen Stillstand zulassen.

Sein Vater habe ihn nach jeder Kommunalwahl immer gleich angerufen, erzählte Sturm. Immer hätte er ihn, den Sohn, gefragt, „ham’s da die Trainerzeit verlängert?“. So falsch liege sein Vater mit diesem launigen Vergleich nicht, sagte Robert Sturm. Es passe durchaus auch auf das Amt des Bürgermeisters. „Ziele vornehmen für die nächsten sechs Jahre - und mit viel Herzblut an die Sache herangehen!“

Zu seinen gescheiterten Ambitionen, für die Kreis-CSU als Landratskandidat antreten zu wollen, nahm Sturm keine Stellung.

Mit viel Herzblut seien auch drei CSU-Gemeinderäte dabei gewesen, die zur kommenden Wahl nicht mehr antreten werden, verriet anschließend Ortsvorsitzender Uli Plukas. Mit Roland Scherbaum und Josef Schmid verliere das Gremium zwei politische Schwergewichte, mit Helga de Paly auch eine, die immer das Wohlergehen ihrer Mitstreiter im Auge gehabt habe, und das parteiübergreifend.

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