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Fasten

20.04.2019

Wie ein Amberger die Fastenzeit ohne Essen überstand

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40 Tage lang hat der Amberger Norbert Baur auf feste Nahrung verzichtet – und dabei 14 Kilogramm verloren. Unsere Bilder zeigen ihn vor ...
Bild: Daniela Polzer

40 Tage lang hat Norbert Baur aus Amberg nichts gegessen. Wie es ihm dabei gegangen ist und auf welche Mahlzeit er sich am meisten gefreut hat.

Am Ende der Fastenzeit können viele aufatmen: Die geliebten Süßigkeiten, das Feierabendbier oder der Fernseher dürfen endlich wieder in den Alltag zurückkehren. Auch Norbert Baur aus Amberg freut sich schon sehr auf Ostern, denn da darf er wieder nach Herzenslust mitessen. 40 Tage lang hat der 53-Jährige wie berichtet auf feste Nahrung verzichtet. Auf seinem Speiseplan standen lediglich Wasser, Tee, Gemüsesaft und Zwiebelsuppe.

Baur hat diese spezielle Fastenkur jetzt zum dritten Mal geschafft. Beim ersten Versuch 2016 wollte er einfach wissen, ob man diese Zeit ohne Nahrung wirklich aushalten kann. Weder religiöse Gründe noch der Wunsch, Gewicht zu verlieren, waren für ihn ausschlaggebend, sondern „reines Interesse“, wie es der Amberger beschreibt.

14 Kilo hat Norbert Baur aus Amberg in der Fastenzeit abgenommen

Abgenommen hat er dennoch – das sieht man auch an seinem Gesicht. 14 Kilo hat er innerhalb der vergangenen Wochen verloren. Obwohl sein Körper auf „Sparflamme“ geschalten hatte, war Baur aktiv wie immer. „In der Früh hatte ich sogar das Gefühl, leichter aus dem Bett zu kommen“, sagt der 53-Jährige.

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Auch seine Frau Amanda bestätigt, dass er „gut drauf und ihrer Meinung nach sogar leistungsfähiger als sonst“ war. Gartenarbeit war beispielsweise kein Problem. „Ich bin den ganzen Tag den Keller rauf- und runtergelaufen, das ging wunderbar“, erzählt Baur. Allerdings ist ihm wesentlich schneller kalt geworden und seine Haut war trockener als sonst.

Norbert Baur muss sich nach der Fastenzeit erst wieder an festes Essen gewöhnen

Hunger habe er aber überhaupt keinen gehabt, weil er sich schnell an das „Nichts-Essen“ gewöhnt habe. Für den Amberger ist es sogar leichter, gar nichts zu sich zu nehmen, als lediglich weniger. Trotzdem freut er sich natürlich darauf, wieder richtig mitessen zu können. Das gemeinsame Essen hat er trotz Fastenkur nicht gemieden. Für seine Familie ist er zum Bäcker gegangen und saß auch mit am Tisch. Wirklich schwergefallen sei ihm das nicht – auch wenn das Essen schon verlockend gerochen habe. Doch auch nach dem Ende seiner Fastenzeit muss sich der 53-Jährige noch etwas gedulden und sich langsam an feste Nahrung gewöhnen. Der Körper muss sich schließlich wieder umstellen. „Man sollte nicht gleich mit einem Schnitzel loslegen“, sagt Baur. Am Montag war der letzte Tag der strengen Fastenkur. Um Mitternacht gab es dann das erste feste Essen nach 40 Tagen: einen Apfel. Nach dieser langen Zeit natürlich ein wahrer Genuss.

Gleich am nächsten Morgen gönnte sich der 53-Jährige seinen ersten Kaffee und eine Butterbreze. Für ihn ebenfalls ein herrlicher Geschmack. „Auf meine Breze habe ich mich schon so lange gefreut“, sagt Baur. Den vielen Tee vermisse er am wenigsten. Er müsse sich jedoch wirklich zusammenreißen und langsam machen, weil es einfach so gut schmeckt, sagt er. Dabei braucht er die Unterstützung seiner Frau, die ihn vielleicht etwas einbremsen muss. Wenn alles gut läuft, kann Baur dann beim gemeinsamen Osterfrühstück der Familie endlich wieder nach Lust und Laune zugreifen.

Wie es Norbert Baur während der Fastenzeit erging, erfahren Sie hier:

Ein Amberger verzichtet 42 Tage auf feste Nahrung

So hat ein Unterallgäuer fast zehn Kilo weggefastet

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