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Bad Wörishofen

11.10.2019

Wie geht es in Sachen Kläranlage weiter?

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Die Kläranlage Bad Wörishofen wird in einer Kooperation zwischen Stadt und dem Unternehmen Glass-Umwelttechnik betrieben. Daran ist auch der Skyline Park angeschlossen (im Hintergrund). Das Landratsamt macht die Ausweitung neuer Baugebiete in der Kneippstadt von einer Erweiterung der Kläranlage abhängig.
Bild: Wilhelm Unfried

Die Anlage von Bad Wörishofen mit dem besonderen Betreibermodell gilt als überlastet und muss erweitert werden. Was Björn Glass und August Filser über die bisherige Zusammenarbeit sagen.

Die Kläranlage von Bad Wörishofen steht derzeit im Fokus, diesmal im doppelten Sinn. Die Anlage gilt als überlastet und muss erweitert werden. Nun waren dort Mitarbeiter von Klärwerken im Landkreis Unterallgäu zu Gast, um Erfahrungen auszutauschen. Bad Wörishofen hat eine von der Organisationsform her andere Kläranlage, da sie von einem privaten Unternehmen, der Glass-Umwelttechnik, betrieben wird.

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August Filser als Beiratsvorsitzender der Kläranlagenkooperation erläuterte, dass Stadt und Glass-Umwelttechnik den Betrieb der Kläranlage organisieren, die Kosten würden auf den Bürger umgelegt. Im Beirat seien jeweils drei Vertreter von Stadt und Unternehmen vertreten, er als Vorsitzender sei im Ehrenamt tätig und habe kein Stimmrecht, sei also Moderator bei Problemen. „Bisher haben wir aber immer einen Konsens gefunden“, stellte Filser befriedigt fest. Stadt und Unternehmen seien mit dieser Betriebsform bisher gut gefahren.

Vor 20 Jahren die Einrichtung in Bad Wörishofen für Aufsehen gesorgt, erinnert Filser

Die Einrichtung habe vor 20 Jahren für Aufsehen in der gesamten Branche gesorgt. Filser ging auch auf die schon angestoßene Diskussion über eine Erweiterung der Kläranlage ein. Wie berichtet, macht unter anderem das Landratsamt die Ausweisung neuer Baugebiete in der Kneippstadt von der Erweiterung der Kläranlage, an der übrigens auch der Skyline Park hängt, abhängig. Bürgermeister Paul Gruschka (FW) hatte zuletzt erklärt, dass die Stadt unter Druck stehe, die Kläranlage auf Vordermann zu bringen und alle Ortsteile anzuschließen. Ansonsten könnten neue Baugebiete wie im Norden der Gartenstadt nicht mehr genehmigt werden. Die Pläne blieben an diesem Tag aber vage, da Gruschka sich kurzfristig entschuldigen ließ und auch ansonsten niemand von der Stadtverwaltung anwesend war.

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Wie es weitergeht zwischen Stadt Bad Wörishofen und Glass

Derzeit würden zwischen Stadt und Glass-Umwelttechnik Gespräche laufen, sagte stattdessen Filser. Der Vorteil liege auf der Hand, die Stadt könne auf ein spezialisiertes Unternehmen, das neueste Technik garantiere, bauen und brauche nicht in Vorleistung treten. Die Ausgaben würden weiter nicht im Haushalt auftauchen. „Sie können sich aber vorstellen, dass es viele Dinge im Detail vor Abschluss eines weiteren Vertrages zu klären gibt“, meinte Filser weiter zu den laufenden Gesprächen. Im Haushalt des laufenden Jahres hält die Stadt 270.000 Euro für die Kläranlage im Bereich Hochbau vor. Als es im Sommer 2018 um die nun verschobene Erweiterung des Skyline Parks ging, wurde im Stadtrat erläutert, wie künftig verfahren werden soll. Der Park firmiert ja unter Ramminger Adresse, liegt aber zu einem Drittel auf Bad Wörishofer Flur. Planer Lothar Zettler sagte damals, man habe vereinbart, das Abwasser aus dem „Ramminger“ Parkteil künftig über die Kläranlage von Rammingen zu entsorgen. Abwasser, das auf Bad Wörishofer Flur anfällt, werde auch künftig über die Kläranlage Bad Wörishofen entsorgt. 650.000 Menschen pro Jahr sollten nach den damaligen Hochrechnungen einmal den Park besuchen, 250.000 mehr als bisher.

Björn Glass von der Geschäftsleitung zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Kooperation. „In den vergangenen 20 Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen Stadt und unserem Unternehmen bestens geklappt und es wurde bei allen strittigen Themen ein Konsens gefunden.“ Er zeigte sich etwas enttäuscht, dass zu dem Treffen kein Vertreter der Stadt den Weg zur Kläranlage gefunden hatte.

Gemeinsam mit Armin Egger, dem Leiter der Anlage, ging es dann zu den Fachvorträgen, bei dem es unter anderem um nützliche Wesen wie Geißel- und Glockentierchen und jede Menge von Würmern ging, welche bei Abbauvorgängen in Kläranlagen eine wichtige Rolle spielten.

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