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Breitenbrunn

25.08.2019

Wie junge Flieger in Breitenbrunn in die Luft gehen

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Der sechsjährige Valentino war das jüngste Ferienkind auf dem Modellflugplatz in Breitenbrunn. Fasziniert schaute er zu, wie die kleinen Flieger in die Luft gingen.

In Breitenbrunn hatten die jungen Besucher großen Spaß an kleinen Fliegern. Beim Ferienprogramm packten aber auch erfahrene Modellflieger mit an.

Damit es den Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien nicht langweilig wird, lässt sich Ruth Faulhaber-Gianfreda, Leiterin des Jugenzentrums in Pfaffenhausen, immer wieder etwas Neues einfallen. Mit Unterstützung von Petra Dörfler, die sich ebenfalls für den Kreisjugendring Unterallgäu engagiert, fuhr sie mit neun neugierigen Kids, sieben Buben und zwei Mädchen zum Flugplatz der Modellfluggruppe Breitenbrunn. Dort hatten die Vorsitzenden Edwin Baumgartner und Reinhard Möhring, Kassierer Alfons Blachowiak und weitere Modellflieger schon zwei Flugsimulatoren, Modellflugzeuge und die sogenannte Lehrer-/Schülersteuerung vorbereitet. Der unerfahrene Neuling wird von dem erfahrenen Flieger am Platz überwacht, Lehrer und Schüler arbeiten mit zwei verbundenen Fernsteuerungen und, wenn nötig, kann der erfahrene Pilot jederzeit eingreifen.

Zu Beginn durften die Buben und Mädels am Flugsimulator üben, um ein Gefühl für die Steuerung zu bekommen. „Langsam steuern“, rief da Rolf Janetti, der hinter Adrian am Tisch saß. Die eine Hand gibt Gas, die andere bewegt Höhen- und Seitenruder zum Steuern des Modellfliegers. Wie Edwin Baumgartner betonte, funktioniert die Steuerung mit dem Simulator wirklich genauso, wie dann auf dem Platz. Was der Flieger macht, sahen die Kids dabei auf dem Bildschirm, auch wie schnell es passieren konnte, dass der Flieger im rasanten Sturzflug zu Boden fiel und zerschellte.

Das Gedränge im kleinen Vereinshaus am Platz war groß, jeder wollte mindestens einmal mit dem Simulator üben. Besonders der Jüngste, Valentino (6), war mit voller Konzentration dabei, verfolgte mit großen Augen den Modellflieger am Bildschirm, ließ ihn starten, steuerte und kommentierte mit einem erstaunten „Oooh!“ als der Flieger zu trudeln begann und hinunterfiel.

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Das Ferienprogramm auf dem Modelflugplatz in Breitenbrunn kommt gut an

Sein älterer Bruder Matteo war dann mit dem echten Modellflieger auf dem Platz schon recht geschickt. Unterstützt wurde er von dem erfahrenen Modellflieger Günter Simon, der mit seinem Steuerungsgerät eingriff und einen Absturz vermied. Auch musste er Matteo etwas bremsen, der am liebsten gleich Loopings gemacht hätte. Leider war an diesem Tag das Wetter ziemlich windig, was die Steuerung erschwerte. Aber jedes der Kinder und die schon etwas ältere Nadine durften probieren.

Da der Pilot das Flugzeug immer im Auge behalten muss, ist eine Schildmütze und eine Sonnenbrille auf dem Platz eine große Hilfe, weil sonst die Augen schnell tränen. Es blendet einfach, wenn man ständig in den Himmel schaut. Dass das Steuern so eines kleinen Fliegers gar nicht so einfach ist, war schnell allen Teilnehmern klar. Aber je jünger, desto besser, denn da lernt man noch leichter, da waren sich die erfahrenen Modellflieger einig. Und wer einmal ein eigenes Modellflugzeug in vielen mühsamen Stunden zusammengebaut hat, lernt den Wert des Fliegers zu schätzen und passt einfach viel besser darauf auf.

Ein vergnüglicher Nachmittag für Schüler und Lehrer auf dem Modellflugplatz bei Breitenbrunn, wo es nach dem Flugtraining noch eine Brotzeit für alle gab. Und vielleicht kommt der eine oder andere Besucher ja auch mal wieder, Vereinsnachwuchs ist jedenfalls sehr erwünscht.

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