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Finanzen

25.11.2019

Wieder schwarze Zahlen

Die Kreis-Seniorenwohnheime schließen insgesamt positiv ab, aber weniger gut als 2017. Gesamtleiter Ara Gharakhanian nennt vor dem Kreisausschuss die Gründe

Die drei Seniorenheime des Landkreises haben auch im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Die entsprechenden Jahresabschlüsse präsentierte der Gesamtleiter der drei Häuer, Ara Gharakhanian, in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Allerdings fällt das Plus nicht ganz so hoch aus wie 2017: Damals hatten alle drei Häuser mit einem Gewinn abgeschlossen und gemeinsam einen Jahresüberschuss von mehr als 522.000 Euro erwirtschaftet, 2018 sind es rund 29.400 Euro.

Entscheidend zu diesem Plus beigetragen hat das Haus St. Martin in Türkheim, das mit 195.400 Euro die Defizite in Babenhausen (142.400 Euro) und Bad Wörishofen (23.500 Euro) ausgleicht. Als Gründe für den Rückgang führt Gharakhanian eine teils geringere Auslastung, einen veränderten Pflegestufen-Mix, vor allem aber deutlich gestiegene Personalkosten an.

In Babenhausen sankt die Auslastung demnach von 104,52 Prozent auf 100,50 Prozent, was allein schon einer Ertragsreduzierung von rund 112.000 Euro entspreche, so Gharakhanian. Allerdings mangelt es nicht an Nachfrage, sondern im Gegenteil an Personal: Aufgrund des Fachkräftemangels sei es nicht gelungen, ausreichend neue Pflegemitarbeiter für eine höhere Auslastung zu akquirieren. Zwar blieb die Zahl der Beschäftigten insgesamt unverändert, seit Oktober 2017 gilt aber ein neuer Personalschlüssel. Zudem gab es weniger Bewohner mit dem höchsten Pflegegrad fünf. Beim Personal schlugen Mehrkosten in Höhe von rund 187.500 Euro zu Buche, die sich aus Tariferhöhungen sowie höheren Entgeltgruppen bei der Heim-, Pflegedienst- und Wohngruppenleitung ergeben. Letztere summieren sich auf 32.000 Euro.

Im Haus Am Anger in Bad Wörishofen sank die Auslastung ebenfalls, nämlich von 101,11 Prozent auf 99,60 Prozent. Weil gleichzeitig jedoch die Zahl der Bewohner mit den Pflegegraden vier und fünf stieg und es eine Pflegesatzerhöhung gab, wurde laut dem Gesamtleiter ein Mehrertrag von rund 67.000 Euro erwirtschaftet. Diesen stehen jedoch Mehrkosten beim Personal in Höhe von 108.340 Euro gegenüber. Die Höhergruppierungen machen hier rund 25.000 Euro aus.

In Türkheim schließlich blieb die Auslastung mit 99,77 Prozent im Jahr 2018 und 99,99 Prozent im Jahr 2017 nahezu unverändert. Die Ausgaben für das Personal, das um 1,74 Vollzeitstellen anwuchs, stiegen um fast 165.000 Euro. Rund 68.000 Euro davon belaufen sich auf Höhergruppierungen. Auch der Sachaufwand war in Türkheim 2018 deutlich höher als 2017.

Der Anstieg um rund 60.000 Euro ist laut Gharakhanian vor allem darauf zurückzuführen, dass die Küche in Türkheim saniert und die Bewohner in dieser Zeit von der Küche des Seniorenheims in Babenhausen versorgt wurden. Als positiv hob er hervor, dass die Energiekosten um rund 31.000 Euro gesunken sind. (baus)

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