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Wiedergeltingen/Amberg

21.11.2019

Zwei Musikvereine, ein gemeinsames Konzert-Highlight

Dirigent Christoph Müller vom Musikverein Wiedergeltingen (links) stieß mit seiner Idee zu einem gemeinsamen Konzert auch bei seinem Kollegen Jochen Wagner vom Musikverein Amberg auf offene Ohren. 	 Fotos: Maria Schmid
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Dirigent Christoph Müller vom Musikverein Wiedergeltingen (links) stieß mit seiner Idee zu einem gemeinsamen Konzert auch bei seinem Kollegen Jochen Wagner vom Musikverein Amberg auf offene Ohren. Fotos: Maria Schmid
Bild: Maria Schmid

Musikvereine aus Amberg und Wiedergeltingen spielen am Samstag erstmals gemeinsam in der Mehrzweckhalle in Wiedergeltingen.

Die Bühne ist verwaist, der Vorhang geschlossen. Der Theaterstadl in Wiedergeltingen ist auch das Musikerheim vom Musikverein. Die Stühle im Saal sind nicht auf die Bühne gerichtet. Sie stehen seitlich davon im Halbrund. Und das gleich für zwei Musikkapellen. Denn hier wird für ein ganz besonderes Jahreskonzert am Samstag, 23. November, um 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle der Grund- bzw. Volksschule in Wiedergeltingen geprobt.

Die Idee zum gemeinsamen Konzert stieß gleich auf offene Ohren

Christoph Müller, Dirigent beim Musikverein Wiedergeltingen, stieß mit seiner Idee zum gemeinsamen Auftritt bei Dirigent Jochen Wagner und den Musikanten vom Musikverein Amberg auf offene Ohren. Sie setzen mit diesem Konzert neue Akzente. Sie sind der Meinung, dass sie gemeinsam mit nun 50 Musikerinnen und Musikern einen neuen großen Klangkörper bilden. Damit geben sie einem vielseitigen Programm viel mehr Fülle.

Die beiden Dirigenten und ihre Vorsitzenden Maria Lutzenberger aus Wiedergeltingen und Karl Kneipp aus Amberg, sagen unisono: „Wir haben uns für das diesjährige Konzert entschlossen, zusammen ein neuartiges, Dörfer übergreifendes Projektkonzert zu veranstalten, bei dem die beiden Kapellen gemeinsam, sozusagen als Spiel- bzw. Musiziergemeinschaft, auftreten.“

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Damit könnten sie ein etwas ambitionierteres Programm angehen. Es sei ein interessantes Projekt um musikalisch und gemeinschaftlich neue Wege zu beschreiten und neue Erfahrungen zu sammeln. Wie viel Engagement, Arbeit, Konzentration und Freude alle Musiker am gemeinsamen Musizieren haben, das zeigten sie bei der vorletzten Probe für das Konzert am kommenden Samstag.

Die Gäste werden überrascht sein, was die Musikanten beider Kapellen spielen werden. Für jeden Geschmack wird etwas geboten. Märsche, Polkas, Walzer und Swing, so wie das Medley mit großen Songs von „The Voice“ Frank Sinatra. Dabei verwandelt sich dieser neue Klangkörper in eine gut klingende Big Band mit Flötensoli und etlichen anderen Registerpartien, die sich hören lassen können. Frank Sinatra verfolgte mit „My Way“ seine eigenen, erfolgreichen Ziele.

Vielleicht auch ein Beispiel für andere Musikvereine

Ist das nun der neue „Weg“ der beiden Musikkapellen, gemeinsam bei den Jahreskonzerten aufzutreten? Dieses Projekt verspricht erfolgreich zu sein. Vielleicht ist es auch ein Ansporn anderer Musikvereine sich zusammen auf Erfolgskurs zu begeben.

Natürlich sind dadurch die Aktivitäten in den eigenen Dörfern nicht beeinträchtigt. Sie werden weiterhin zu kirchlichen und privaten Anlässen für musikalische Höhepunkte sorgen.

Die Highlights beim Jahreskonzert sind traditionelle und moderne Werke. Unter anderem geht die Reise mit „Highland Cathedral“ nach Schottland. „Spiel mir das Lied vom Tod“, ein Medley bekannter Filmmusikkompositionen von Ennio Morricone, der Walzer „Wiener Praterleben“ von Siegfried Translateur, einem weniger bekannten österreichischen Komponisten, oder der Marsch „Salemonia“ von Kurt Gäble, alle diese Werke werden mit großer Spielfreude vorgetragen.

Ein besonderes Schmankerl ist „My Dream“, ein romantisches Solostück für Flügelhorn von Peter Leitner. Alexander Roch spielt es sehr einfühlsam. Die beiden Dirigenten teilen sich das Dirigat.

Wenn Christoph Müller dirigiert, reiht sich Jochen Wagner mit seinem Tenorhorn in das Hornregister ein. Steht Jochen Wagner am Pult, ist es Christoph Müller, der am E-Bass die Sinatra-Songs mit tiefen Tönen unterstützt.

Die Fusion beider Kapellen ist rundherum gelungen und findet in anderen Musikkapellen vielleicht Nachahmer.

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