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Bad Wörishofen: 104.000 Euro im Monat für das Essen von 62 Flüchtlingen

Bad Wörishofen

104.000 Euro im Monat für das Essen von 62 Flüchtlingen

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    Im ehemaligen Impfzentrum leben jetzt Flüchtlinge aus der Ukraine. Unser Archivbild stammt von Mitte März, als die Kriegsflüchtlinge dort eintrafen.
    Im ehemaligen Impfzentrum leben jetzt Flüchtlinge aus der Ukraine. Unser Archivbild stammt von Mitte März, als die Kriegsflüchtlinge dort eintrafen. Foto: Bernd Feil (Archivbild)

    Dort, wo zwei Jahre lang Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht wurden, leben seit einigen Wochen Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg geflüchtet sind. Weil es in dem früheren Möbelhaus in Bad Wörishofen aber keine Küche gibt, werden die 62 Bewohner täglich von einem Caterer mit Essen versorgt. Dieser Service geht allerdings ins Geld.

    Nur als Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine gedacht

    Entsprechende Informationen dieser Redaktion hat das Landratsamt inzwischen bestätigt. Die Behörde teilte auf Anfrage mit, die Unterkunft in Bad Wörishofen sei nur als Notunterkunft gedacht. Vorgabe des Bayerischen Innenministeriums sei gewesen, für Flüchtlinge aus der Ukraine nach der Flucht eine Notunterkunft zum Ausruhen und mit ausreichend Verpflegung einzurichten.

    Die Flüchtlinge werden aber laut Landratsamt so schnell wie möglich weiterverlegt in Asylunterkünfte oder in private Unterkünfte. Hier versorgen sie sich dann selbst.

    Da die Notunterkunft in Bad Wörishofen für rund 300 Flüchtlinge ausgelegt ist, wäre es nicht möglich gewesen, für diese Anzahl an Personen eine Küche einzurichten, erläutert Sylvia Rustler von der Pressestelle. Deshalb hat das Landratsamt einen Caterer mit der Versorgung der Flüchtlinge beauftragt.

    40 Euro pro Tag und Person, 38 Euro davon für Essen und Getränke

    Der Auftrag umfasst neben der Verpflegung auch die Ausstattung mit Geschirr sowie Tischen und Stühlen. „Zwischenzeitlich haben wir mehrere Angebote eingeholt, es hat sich letztlich aber nur ein Unternehmen gefunden, das diesen Auftrag übernommen hat“, erklärte die Sprecherin weiter. Im ersten Monat fielen 104.100,78 Euro an. Das entspricht einem Betrag von 40 Euro pro Tag und Person, 38 Euro davon für Essen und Getränke. Derzeit werden 62 Menschen versorgt. Es waren aber laut Landratsamt auch schon rund 100.

    Die Kosten trägt der Freistaat Bayern. „Darüber hinaus bemühen wir uns, die Verpflegungskosten zu reduzieren und holen weitere Angebote ein“.

    Die Flüchtlinge bekommen auch Geldleistungen. Da sie aber voll verpflegt werden, werde diese Sachleistung vom Gesamtbetrag abgezogen, heißt es aus der Kreisbehörde.

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