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Breitenbrunn: Besonderer Ferienjob: Manchmal ist das Leben eben doch ein Ponyhof

Breitenbrunn

Besonderer Ferienjob: Manchmal ist das Leben eben doch ein Ponyhof

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    Für Paula und Eva Sommer ist der Ferienjob auf dem Ponyhof ein Volltreffer. Die beiden haben großen Spaß in Unterberghöfe.
    Für Paula und Eva Sommer ist der Ferienjob auf dem Ponyhof ein Volltreffer. Die beiden haben großen Spaß in Unterberghöfe. Foto: Ulla Gutmann

    Vor sieben Jahren hatten die Zwillinge Paula und Eva Sommer aus Erkheim ihre ersten Reitstunden auf dem Ponyhof in Unterberghöfe bei Breitenbrunn, da waren sie zehn Jahre alt. Die Freude am Reiten und die Liebe zu den Tieren haben sie nicht mehr losgelassen und gerade arbeiten die beiden Mädels als Begleiterinnen beim Reitunterricht. Denn jetzt in den Sommerferien herrscht Hochbetrieb auf dem Reitplatz draußen und in der großen Halle. 32 Kinder aufgeteilt in vier Gruppen haben praktischen Reitunterricht und Theoriestunden. Die meisten Kinder verbringen gerade ihrer Reiterferien hier, Anreise ist am Sonntag, Abreise jeweils am Samstag. Einige Kinder sind auch Tagesgäste, sie nehmen am Programm teil, werden abends aber abgeholt. 

    In den Reitstunden müssen die Kinder auf vieles achten

    Gleich nach dem Frühstück geht es raus zu den Ponys. Die müssen geputzt und gestriegelt werden, die Kinder lernen, wie der Sattel auf den Rücken kommt und richtig gesichert wird und auch die Trense muss ins Maul des Pferdes. Die Kinder ab sechs, sieben Jahren lernen, die Pferdchen zu führen, aufzusitzen, wie man die Zügel richtig hält und natürlich auch das Reiten: Schritt, Trab und Galopp. Viele Dinge müssen gleichzeitig beachtet werden. Dabei das Gleichgewicht zu halten und auch noch auf das Pferd zu achten, ist gar nicht so einfach, aber die Mädels sind konzentriert und mit Eifer dabei. 

    Nach dem Mittagessen wird gechillt oder gespielt, je nach Geschmack und die Ponys haben Ruhepause. Das ist Simone Böck wichtig. Den Ponys soll es gut gehen, denn auch sie haben ganz schön viel Arbeit in den Ferien. Früher hat Rosmarie Böck zusammen mit ihrem Mann Josef den Hof geführt, Landwirtschaft und Ponyhof. Als Josef Böck erkrankte und die Arbeit nicht mehr machen konnte, übernahmen Simone und Bernhard Böck den Bereich Reitunterricht und Reiterferien. Inzwischen ist der Hof gewachsen, deutlich mehr Pferde leben dort. Vom kleinen Shetland-Pony bis zum richtigen Pferd – „für jede Reitergröße das passende Pferd“, sagt Simone. 

    Die Ferienkinder in Unterberghöfe genießen die Reiterferien mit den Ponys.
    Die Ferienkinder in Unterberghöfe genießen die Reiterferien mit den Ponys. Foto: Ulla Gutmann

    Sie hat inzwischen die Trainerausbildung im Reitsport C und B absolviert und unterrichtet nicht nur die Kinder in den Reiterferien, sondern gibt auch Reitunterricht außerhalb der Ferien, auch für ältere Mädchen, wie die Zwillinge Paula und Eva. Je eine der beiden ist bei der Kindergruppe auf dem Platz im Freien, die andere bei der Gruppe in der Halle. Während die Reitlehrerinnen Anweisungen geben, wie die Pferde bewegt werden sollen und das Ganze im Auge haben, eilen Paula und Eva über den ganzen Platz, korrigieren da die Haltung auf dem Pferd, dort wie die Zügel gehalten werden oder helfen schnell mal, wenn der Helm verrutscht ist. Paula und Eva erklären mit ganzem Körpereinsatz und machen die richtige Haltung oder die richtigen Bewegungen vor. 

    Auch einen Pferdeführerschein können die Kinder machen

    Die Kinder bekommen eine gute Basis, lernen den Umgang mit und das Verständnis für die Pferde, erwerben sich die Grundkenntnisse mit denen sie später, wenn sie möchten den Pferdeführerschein machen können. Damit können sie dann auch alleine ausreiten und lernen, sich an Straßen und mit Verkehr richtig zu verhalten. Doch soweit denken die Pferde-Ferien-Kinder nicht, sie haben hauptsächlich Spaß und gerade die Stadtkinder genießen die Freiheit auf dem Land. 

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