Newsticker
RKI: 140.160 neue Corona-Ansteckungen, 170 Todesfälle – Inzidenz steigt auf 706,3
  1. Startseite
  2. Mindelheim
  3. Fragen und Antworten: Was Sie zur Booster-Impfung im Allgäu wissen müssen

Fragen und Antworten
07.01.2022

Was Sie zur Booster-Impfung im Allgäu wissen müssen

Zwei Schalen mit Booster-Impfstoff von Moderna und dem normalen Impfstoff von Biontech/Pfizer liegen bereit.
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Wann soll ich mich boostern lassen? Warum werden teils nur kleinere Dosen verimpft? Allgäuer Experten beantworten die wichtigsten Fragen zur Booster-Impfung.

Wann soll ich mich boostern lassen? Welchen Impfstoff bekomme ich – und welche Dosis? Diese Fragen stellen sich viele, wenn es um die dritte Corona-Impfung geht. Gregor Blumtritt, Leiter der Impfzentren Ostallgäu, und Dr. Carola Winkler, Unterallgäuer Koordinierungsärztin, beantworten die wichtigsten Fragen.

Wann kann ich mich boostern lassen?

Es wird derzeit empfohlen, sich drei Monate nach der Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung verabreichen zu lassen, sagt Gregor Blumtritt. Wegen des stärkeren Aufkommens von Corona im Winter und der Omikron-Welle, sei das auch absolut sinnvoll.

Werden bei den Booster-Impfungen kleinere Dosen verabreicht?

„Ja, allerdings nur beim Impfstoff von Moderna“, sagt Blumtritt. Dort reiche eine halbe Dosis. „Eine volle Dosis Moderna hat 0,5 Milliliter Injektionslösung, eine halbe somit 0,25 Milliliter. Die volle Dosis von Biontech hingegen hat nur 0,3 Milliliter. Eine halbe Dosis davon wäre dann zu wenig“, erklärt Winkler. Nach Aussage Blumtritts ist die Booster-Impfung mit Moderna in Sachen Wirksamkeit oft die beste Option.

Zählt meine zweite Impfung nach der Grundimmunisierung mit Johnson & Johnson als Booster-Impfung?

„Nein“, sagt Blumtritt. Eine einfache Impfung mit Johnson & Johnson zähle nicht mehr als vollständige Grundimmunisierung. Dafür brauche es in jedem Fall eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Erst nach drei Monaten könne dann die Booster-Impfung folgen. Dies bestätigt das bayerische Gesundheitsministerium.

Wann kann ich mir nach der Booster-Impfung einen digitalen Nachweis ausstellen lassen?

„Das kann man sofort nach der Impfung tun“, sagt Winkler. In Bayern gelte man rechtlich zwar erst nach 15 Tagen als geboostert, in den Apps auf den Smartphones werde der neue Impfstatus aber nach Ablauf der Frist freigeschaltet. Bis dahin behalte man seinen bisherigen Impfstatus. Medizinisch gesehen, sei man schon mit dem Tag der Impfung vollständig geboostert, sagt Carola Winkler. Denn man sei bereits grundimmunisiert und müsse somit nicht auf den Einsatz der vollen Wirkung des Impfstoffes warten. Die Ärztin kritisiert daher die in Bayern geltende 15-Tage-Frist und verweist auf Baden-Württemberg und das Nachbarland Österreich. Dort gilt man jeweils bereits mit dem Tag der Auffrischungsimpfung als geboostert.

Wer bekommt welchen Impfstoff beim Boostern?

  • Biontech: Den mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer können prinzipiell alle bekommen. Jedoch ist er wegen derzeitiger Knappheit meist den unter 30-Jährigen vorbehalten.
  • Moderna: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, den Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna nurmehr an die über 30-Jährigen zu verimpfen.
  • Johnson & Johnson: Der vektorbasierte Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson wird zum Boostern nicht verwendet. Vereinzelt wird er noch zur Erstimpfung benutzt.
  • Novavax: Der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid von Novavax ist in der EU zugelassen. Deutschland hat vier Millionen Impfdosen davon bestellt. Verimpft wird er noch nicht.
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.